Bielefelderin findet in der Purnitzstadt ihre familiären Wurzeln 

Auf Spurensuche in Klötze

Marion Müller (r.) besuchte gemeinsam mit ihrem Bruder Rainer Graf Praschma, seiner Frau Anne Gräfin Praschma und Bernd Granzow ihr Geburtshaus.
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Marion Müller (r.) besuchte gemeinsam mit ihrem Bruder Rainer Graf Praschma, seiner Frau Anne Gräfin Praschma und Bernd Granzow ihr Geburtshaus.
  • VonLina Wüstenberg
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Vor 80 Jahren wurde Marion Müller im Klötzer Forsthaus Pansau geboren. Doch wirklich viel, weiß sie nicht über diese Zeit. Da sie mit ihrer Familie kurze Zeit weggezogen ist. Gemeinsam mit ihrem Bruder und seiner Frau ist sie jetzt auf Spurensuche. Auf Spurensuche in Klötze

Klötze – „Ich weiß, dass ich im Forsthaus Pansau geboren und im Esszimmer getauft wurde. Doch mehr weiß ich auch nicht“, so Marion Müller. Marion Müller wurde am 8. Januar 1941 in Klötze geboren. Jedoch ist sie mit ihrer Familie schnell aus Klötze weggezogen. Marion Müller lebt zurzeit in Goch am Niederrhein: „Ich kann sozusagen über die Grenze spucken.“

Die Anstellung als Forstassessor war für ihren Vater die erste Anstellung nach dem Studium in Klötze. Zusammen mit seiner Frau lebte er damals im Forsthaus Pansau, das in Klötze das älteste Forsthaus ist.

„Nie viel erzählt“

Als Marion Müller geboren wurde, war ihre Mutter sehr jung. „Sie hat nie viel von der Zeit erzählt. Sie meinte nur immer, dass das Forstamt sehr weit entfernt von Klötze war“, erinnert sich Marion Müller. Klötze war damals auch für die junge Mutter sehr weit weg von ihrer Heimat in Freiburg. Für die Familie war das Forsthaus Pansau ihr erstes Domizil. Aber wie lange sie dort waren, wissen Rainer Graf Praschma und Marion Müller nicht. „Wir haben oft darüber geredet, aber wirklich viel wussten wir nicht“, berichtet Rainer Graf Praschma.

Geschenk zum Geburtstag

Ihr Bruder Rainer Graf Praschma hat dann den 80. Geburtstag seiner Schwester zum Anlass genommen, um gemeinsam mit ihr und seiner Frau auf Spurensuche nach Klötze zu fahren: „Es ist immer schwer jemanden in unserem Alter etwas zu schenken, was derjenige braucht.“ Anne Gräfin Praschma ergänzt noch: „Deswegen ist es umso schöner, Zeit zu schenken.“

Rainer Graf Praschma hat sich darauf hin mit der Gemeinde in Verbindung gesetzt. Dabei konnte er auf die Unterstützung von Kerstin Lilienthal zählen. Durch die Hilfe von Bernd Granzow wurde dann alles konkreter.

Der schwierigste Teil der Planung war aber die Suche nach einem Termin. „Es musste auch alles passen und das war jetzt“, erzählt Marion Müller. Vor zwei Wochen wurde die Planung schließlich konkreter. „Wenn ich ehrlich bin, wusste ich auch nicht, wo Klötze genau liegt. Das war für mich auch eine neue Erfahrung“, lacht Rainer Graf Praschma. Die drei sind am Dienstag angereist. Ihr erstes Ziel war Gardelegen, wo sie einen Einblick in die Kirchenbücher erhalten haben. Am Mittwoch standen für sie das Treffen mit dem Klötzer Ortschronisten Bernd Granzow, dem Forstamt und ein Besuch in der Kirche an. Bevor es am Donnerstag zurück in die Heimat ging, schauten sie sich noch das Schloss in Wolfsburg an.

Für Marion Müller war es der erste Besuch in Klötze. „Ich habe mir im Grunde nichts wirklich vorgestellt. Bei Klötze dachte ich an einen kleinen, gemütlichen Ort“, berichtet sie.

Rainer Graf Praschma und Marion Müller werden die Recherche über die Geschichte von Marion Müller weiterführen. „Aber es war ein schöner Ausflug und es war toll, mein Geburtshaus zu sehen, und die Menschen waren hier sehr nett“, erzählt die 80-Jährige.

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