Kuseys Wehrleiter erinnerte bei Versammlung an gemeinsame Ausbildung / TSF-Tausch beraten

Bessere Zusammenarbeit angemahnt

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Torsten Bunzeck-Könnig (Löschmeister) und Jugendwart Dennis Meyer (Hauptfeuerwehrmann) wurden befördert.

Kusey. Über Positives wie Negatives aus dem vergangenen Jahr konnten die Aktiven der Kuseyer Feuerwehr während ihrer Jahreshauptversammlung berichten.

Am Freitagabend wurden neben Ortsbürgermeister Klaus Vohs auch der neue oberste Dienstchef Uwe Bartels sowie Stadtwehrleiter Jan-Christian Jakobs im Gerätehaus begrüßt.

So bemängelte Wehrleiter Rüdiger Wuttke die Beteiligung aus den Nachbarorten bei gemeinsamen Ausbildungen. „Tagsüber ist die Einsatzbereitschaft nicht gewährleistet, da ist die Zusammenarbeit der Wehren wichtig“, erinnerte der Wehrchef, der einen Dank an die Alters- und Ehrenabteilung für die Unterstützung richtete. Damit die Ausbildung der Jugend in den Wintermonaten nicht zu kurz komme, so kündigte Wuttke an, könne diese an den Ausbildungtagen ab sofort die örtliche Sporthalle nutzen.

Über die acht Einsätze und eine Einsatzübung im Jahr 2016 berichtete Maschinist Henry Dankert. So folgten einer Ölspur im Februar und einem Fehlalarm bei Mesh Pack im Juni gleich drei Einsätze im Zuge des Sturmereignisses am 24. Juni, bei denen diverse umgekippte Bäume von den Straßen geholt wurden. Ende Juni musste vom Hänger gefallenes Getreide in Kusey von der Straße gefegt werden. Im September kam es bei der Maisernte fast zu einem Brand. Beim letzten Einsatz des Jahres galt es Heiligabend eine brennende Mülltonne zu löschen, deren Flammen auf eine Gebäude überzugreifen drohten.

Über Aktivitäten neben der Gefahrenabwehr informierte der Wehrleiter, der das Osterfeuer, den Fackelumzug und einen Projekttag mit der Grundschule, den es auch in diesem Jahr wieder geben soll, erwähnte. Zudem wurden neben dem Tag der offenen Tür auch die Mülldetektive aus dem Hort unterstützt und die Kita-Kinder im Gerätehaus empfangen.

An die Erfolge der Jugendwehr, die beim Manöver Schneeflocke den zweiten Platz belegte, am Zeltlager in Kakerbeck teilnahm und insgesamt 85 Stunden leistete, erinnerte Dennis Meyer. Derzeit gehören zur Jugendwehr vier Jungs im Alter zwischen zehn und 15 Jahren.

Über eine gute Beteiligung bei den zweimal monatlich stattfindenden Ausbildungen konnte Dietwald Merkl informieren. Pro Abend würden im Schnitt neun bis zehn der insgesamt 24 aktiven Männer und Frauen dabei sein. 40 Ausbildungsstunden sollen pro Jahr geleistet werden, was in Kusey zehn Mitglieder geschafft hätten. Ein Aktiver leistete sogar 59 Stunden, ein anderer dafür nur eineinhalb. Die meisten Angehörigen der aktiven Wehr liegen zwischen 19 und 35 Stunden, so Merkl. Bei Einsätzen war die Wehr insgesamt 87 Stunden im Einsatz, 740 Stunden bei Ausbildungen und Diensten.

Klötzes neues Stadtoberhaupt Uwe Bartels dankte nicht nur für die Einsatzbereitschaft, er wolle sich, wie er erklärte, mit dem Besuch von Wehren und anderen Institutionen in den nächsten Wochen zudem einen Überblick darüber verschaffen, wo in den einzelnen Ortsteilen der Schuh drückt. Für Sorgen, Nöte und Wünsche stehe aber auch Jan-Christian Jakobs bereit, dessen besonderer Dank dem Jugendwart Dennis Meyer galt.

„Wir haben so manche Schlacht geschlagen“, bedankte sich Röwitz’ scheidenden Wehrleiter Jörg Dörwald bei allen Kuseyer Wehrmitgliedern, die ihn in den zurückliegenden 20 Jahren begleitet haben.

Maschinist Alf Giggel fragte an, wieso das Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) der Kuseyer Wehr gegen ein anderes aus dem Gebiet der Stadt getauscht werden sollte. Jakobs merkte dazu an, dass dies wohl auf einen Kommunikationsfehler beruhe. Es handele sich lediglich um ein Angebot. Die Wehrmitglieder waren sich am Freitagabend einig, dass das „neue“ Fahrzeug, das von der Ristedter Wehr kommen soll, erst einmal vorgestellt werden solle und die Kuseyer dann beschließen, ob sie ihr Fahrzeug behalten oder das andere haben möchten.

Von Wolfram Weber

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