Auch zum Beetzendorfer Gymnasium sind die Fahrzeiten zu lang / Beim Straßennetz halten sich Lob und Kritik die Waage

Bessere Busanbindung nach Wolfsburg gewünscht

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Die Busverbindungen nach Wolfsburg und nach Beetzendorf sollten optimiert werden, ist ein Vorschlag aus dem Stadtentwicklungskonzept.

mm Klötze. Das Stichwort technische Infrastruktur nimmt im Stadtentwicklungskonzept von Klötze einen breiten Raum ein. Gleich mehrere Aspekte sind darunter zusammengefasst.

Beim öffentlichen Personennahverkehr wird die Busverbindung von Klötze nach Wolfsburg als unzureichend aufgeführt. Auch die Anbindung ans Beetzendorfer Gymnasium ist durch teilweise lange Fahrzeiten für die Schüler ein Problem. Positiv benannt wird das Angebot von Rufbussen. Als Ziel schlagen die Stadtentwickler vor, dass die Stadt die Abstimmung zwischen den Anbietern Nasa und PVGS fördern sollte.

Seit Jahren ein Kritikpunkt sind die fehlenden Radwege, gerade im Bereich von Klötze. Verbindungen in die Ortsteile fehlen, vorhandene Radwege sind häufig in einem schlechten Ausbauzustand. Bei Straßenquerungen fehlt die Übersichtlichkeit. Als positiv werden die guten Anknüpfungspunkte an das bestehende Radwegenetz genannt. Ziel sollte es sein, ein übergreifendes Radwegenetz zu entwickeln.

Kritik und Lob halten sich beim Stichwort Straßen- und Wegenetz in etwa die Waage. So wird im Konzept zwar im Einzelfall auf den Sanierungsbedarf von Straßen hingewiesen, im Allgemeine herrsche in Klötze aber ein hoher Sanierungsgrad vor. Allerdings sind die Gehwege teilweise in einem schlechten Zustand. Im Bereich des Bahnhofs wird ein „Gestaltungsdefizit“ festgestellt, es fehlen zudem insektenfreundliche Blühwiesen in der Stadt. Positiv wird der hohe Anteil an Freiflächen genannt sowie die gute Verbindung zum Landschaftsraum. Als Handlungsansatz haben die Stadtentwickler daraus zwei Punkte entwickelt: Die Bestandserfassung der Straßen und Wege muss komplettiert werden, anschließend sollte ein Maßnahmeplan aufgestellt werden. Zudem sollte ein gesamtstädtisches Grünraumkonzept entwickelt werden, so der zweite Vorschlag.

Auch die Oberflächenentwässerung bereitet den Stadtentwicklern Sorgen. So gibt es bauliche Mängel beim Ausbau des Schustergrabens und eine unkontrollierte Entwässerung im Bereich des Bahnhofsumfelds und der Triftstraße. Es könne aber, und das habe Potenzial, an ein gut ausgebautes Entwässerungssystem angeknüpft werden. Die Handlungsansätze des Konzeptes befinden sich teilweise schon über das Stadtumbauprogramm in den Umsetzung, denn angeregt werden eine Voruntersuchung zur Sanierung des Schustergrabens und ein Konzept für die Oberflächenentwässerung im Stadtgebiet.

Kritisiert wird weiterhin, dass der Einsatz erneuerbarer Energien im Stadtgebiet ungeregelt ist, auch bei der klimafreundlichen Mobilität fehlen Ansätze. Im Gebiet Nord-Ost, also den Wohngebieten Hegefeld und Wasserfahrt mit den umliegenden Straßen, gebe es durch die vorhandene Struktur durchaus die Möglichkeit zu einer energetischen Quartiersentwicklung, heißt es im Konzept. Dieses „Quartierskonzept“ soll in Abstimmung mit den Wohnungsunternehmen erstellt werden. Bei den kommunalen Gebäuden wird angeregt, diese energetisch zu betrachten und nach Einsparpotenzial zu suchen. Auch das ist in Klötze nicht neu, denn für die kommunalen Gebäude gibt es schon seit Längerem einen Energieberater, der Einsparpotenzial benennt.

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