Wasserverband hat Fördermittelantrag gestellt

Belüftung fürs Immekather Klärwerk

Die biologischen Lagerplätze des Immekather Klärwerks sollen künftig belüftet werden, um die Geruchsbelästigung für die Nachbarn einzudämmen. Doch das Bauvorhaben wird teurer als geplant.
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Die biologischen Lagerplätze des Immekather Klärwerks sollen künftig belüftet werden, um die Geruchsbelästigung für die Nachbarn einzudämmen. Doch das Bauvorhaben wird teurer als geplant.

Immekath – Die schon seit mehreren Jahren geplante Belüftungsanlage für das Immekather Klärwerk soll im kommenden Jahr gebaut werden. Dazu hat der Klötzer Wasserverband fristgerecht zum 30. September einen Fördermittelantrag beim Landesverwaltungsamt gestellt.

Doch so einfach, wie es sich im Wirtschaftsplan des Verbandes liest, ist das Vorhaben nicht, wie Geschäftsführerin Birgit Lange der Verbandsversammlung bei der Sitzung am Montag mitteilte. Denn: Wie bei allen Baumaßnahmen zurzeit, sind auch bei der Belüftungsanlage die Kosten in die Höhe geschossen. Somit musste der Verband seine Finanzierung für das Vorhaben neu planen.

„Erst einmal war es ja schon schwierig, überhaupt einen Planer für das Vorhaben zu finden“, erinnerte Birgit Lange die Mitglieder. Nachdem das gelungen war und ein Projekt für das Vorhaben erarbeitet wurde, brachte die Kostenschätzung das nächste Problem. „Nach der Planung kostet das Vorhaben 855.000 Euro“, kündigte sie der Verbandsversammlung an. Die ursprüngliche Schätzung lag deutlich niedriger. Der Verband hat für das Projekt 362.500 Euro an Fördermitteln beantragt. „Es ist mit der Kommunalaufsicht abgestimmt, die restliche Finanzierung in den Wirtschaftsplan 2020 einzustellen“, erläuterte die Geschäftsführerin. Denn Fördermittel werden nur bewilligt, wenn der Verband auch den Eigenanteil finanzieren kann und entsprechend eingeplant hat. Das soll mit einem zügigen Beschluss über den Wirtschaftsplan für das kommende Jahr abgesichert werden.

„Wir wollen versuchen, aus einem zweiten Fördertopf weitere Mittel zu erhalten“, kündigte Birgit Lange an. Grundsätzlich sei eine Aufstockung der Fördermittel möglich, das sei bereits geprüft worden. Es könne aber nicht garantiert werden, dass die Mittel auch fließen. Deshalb sollen zunächst alle benötigten Eigenmittel für 2020 als Kredit in den Plan eingestellt werden. „Wenn zusätzliche Mittel fließen, nehmen wir weniger Kredit auf“, erklärte Birgit Lange. Durch das Einstellen der vollen Summe sei aber, bis zur Bewilligung der Fördermittel, die Finanzierung zumindest abgesichert. Ansonsten könne die Kreditaufnahme, wenn die Mittel kommen, um 200.000 Euro reduziert werden. Der Vorteil dieser Lösung sei, dass kein Nachtragshaushalt gemacht werden müsse. „Ich denke, da können alle mitgehen“, zeigte sich Birgit Lange zur gewählten Lösung optimistisch. Die Verbandsmitglieder widersprachen nicht.

VON MONIKA SCHMIDT

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