B-Plan soll angepasst werden: Mehr Raum für Zabels Bäke / Keine Fotovoltaik

Bauplätze entstehen Am Hagen

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Auf dem Gelände des früheren EBT-Gebäudes an der Hagenstraße werden die letzten Schutthaufen weggeräumt. Der Antrag für eine Bebauung läuft. Aber davor muss der alte Bebauungsplan geändert werden.

Klötze – Der Bebauungsplan für das Gebiet „Am Hagen“ in Klötze soll geändert werden. Der Stadtrat fasste dazu einen entsprechenden Beschluss.

Nötig ist die Änderung, so erklärte Planer Frank Philipp im Stadtrat und im Hauptausschuss, weil es in dem Gebiet zwischen der Salzwedeler Straße und der Hagenstraße inzwischen einige Veränderungen gegeben habe. Fünf Änderungen insgesamt werden in den Plan eingetragen. So wird die vor Jahren geplante Umgehungsstraße für die Klötzer Innenstadt, die durch das Gebiet am Hagen führen sollte, aus dem Plan gestrichen. Die Stadt hat von der weiteren Planung Abstand genommen, erklärte der Planer.

Der B-Plan „Am Hagen“ soll geändert werden.

Auf der Freifläche an der Salzwedeler Straße 22 soll ein kleines Baugebiet entstehen. Sieben Bauplätze können dort eingerichtet werden, wenn das Wohngebiet entsprechend im Plan ausgewiesen wird. Änderungen sind auch bei der Geschosshöhe in dem Bereich nötig. Dabei geht es um die Fläche, auf der das EBT, eines der höchsten Gebäude von Klötze, stand. Auch diese Fläche soll perspektivisch bebaut werden. Verschiedene Projekte sind im Gespräch. Es sollen aber nicht wie bisher als Geschosshöhe zwei Vollgeschosse erlaubt werden, sondern, da der Investor für die Wohnbebauung anders plant, stattdessen eine Gebäudeoberkante in dem Plan festgeschrieben werden. Dabei soll die Firsthöhe auf 15 Meter bezogen auf die Straße Am Hagen festgelegt werden, erläuterte der Planer weiter.

Änderungen sind auch am nördlichen Ende des Bebauungsplangebiets nötig. Dort ist nahe Zabels Bäke zwar die Wohnbebauung möglich – es gibt aber immer wieder bei Starkregen Probleme mit dem nicht abfließenden Wasser, erklärte Frank Philipp. Um künftige Überschwemmungen zu vermeiden, hat es mit dem Kreisumweltamt und den Nachbarn schon viele Gespräche gegeben, berichtete er. Mit dem Ergebnis, dass zur Entspannung der Hochwasserlage an Zabels Bäke eine Fläche für die Gewässerentwicklung angelegt werden soll. So soll die Bäke in dem Bereich etwas breiter gemacht und ihr Verlauf entschärft werden. Ziel ist es, dass das Wasser besser in die Purnitz abfließen kann.

Als fünfter Änderungspunkt wird vorgeschlagen, dass in dem Gebiet Fotovoltaik-Freiflächenanlagen ausgeschlossen werden. Einen entsprechenden Beschluss dazu hatte der Klötzer Stadtrat schon vor einiger Zeit gefasst, planerisch wird er nun nachvollzogen.

Bei allen Änderungen gibt es mit dem Gebiet aber auch noch ein größeres Problem, wie Frank Philipp den Stadträten erklärte. Im Bereich des ehemaligen EBT gibt es eine Altlastenverdachtsfläche, die ebenfalls in den Plan eingezeichnet werden soll. Sie war schon Bestandteil der ursprünglichen Planung. Nach vielen Beratungen zu dem Thema mit dem Altmarkkreis habe man sich nun darauf geeinigt, die Angaben aus dem Gutachten, das vor zehn Jahren für den Bereich erstellt wurde, in den Plan zu übernehmen und kein neues anfertigen zu lassen.

Mit einer Enthaltung von Adolf Fehse stimmte der Stadtrat ohne weitere Diskussionen für die vorgetragenen Änderungen.

VON MONIKA SCHMIDT

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