Bahn fahren im Zwei-Stunden-Takt

DRE-Geschäftsführer Gerhard J. Curth.

Klötze - Von Peter Lieske. Über die mögliche Aufnahme des Schienenverkehrs auf der Strecke von Salzwedel nach Wittenberge sprach gestern Abend Gerhard J. Curth, Geschäftsführer der Deutschen Regionaleisenbahn (DRE), vor den Mitgliedern des Kreis-Wirtschaftsausschusses in Klötze. Zwar habe die DRE die Betriebsgenehmigung für die gesamte Strecke von Klötze über Salzwedel nach Wittenberge, allerdings wolle die DRE zunächst den ersten Schritt gehen, und zwar die Ertüchtigung der Strecke von Salzwedel nach Arendsee, betonte er. Er habe gestern mit Verkehrsminister Dr. Karl-Heinz Daehre gesprochen. Dieser habe Unterstützung zugesagt, allerdings nur, wenn es die Region wolle.

Daraufhin stellte Jan-Christopher Witt, Projektleiter bei der DRE, das Konzept vor. Er verglich dabei zwei Verbindungen, und zwar die kurze von Salzwedel nach Arendsee sowie die lange bis nach Wittenberge.

Ziel sei eine Optimierung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) mit dem Schienennahverkehr (SPNV). So sollte auch weiterhin der Bus in Zeiten eingesetzt werden, in denen die Bahn nicht ausreichend ausgelastet ist. Den Schwerpunkt legt die DRE weiterhin in den Schülerverkehr, der 85 Prozent des ÖPNV ausmache. Allerdings entgegen des Schmiedeberger Modells, bei dem die Züge je nach Bedarf eingesetzt werden, will die DRE zwischen Salzwedel und Arendsee auf den Zwei-Stunden-Takt, wie er vom Altmarkkreis bereits beim ÖPNV vorgehalten wird, beibehalten. Ausschlaggebend dafür sei das touristisch attraktive Arendsee.

Als Eisenbahnverkehrsunternehmen für das Betreiben der Strecke sei die PVGS im Gespräch, bestätigte Landrat Michael Ziche, der dem System grundsätzlich positiv gegenüberstehe, dieses aber kritisch betrachtete. So müsse der SPNV zwar eine gute Ergänzung sein, dürfe aber nicht mehr kosten.

So habe der Landesrechnungshof angemahnt, dass der Altmarkkreis zu hohe Kosten für den ÖPNV aufbringe, berichtete der Landrat weiter. Der Altmarkkreis biete einen sehr hochwertigen ÖPNV an, hatte Gerhard J. Curth gelobt. Der Rufbus habe einen vorbildlichen Erschließungsgrad.

„Das Konzept ist das, was wir immer wollten“, sagte der Landrat schließlich. Und das sollen die Ausschussmitglieder in den nächsten Tagen schriftlich erhalten.

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