Stadtrat gibt grünes Licht für den vierten Bauabschnitt an der Wasserfahrt

Ausbaustart im Frühjahr

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Der Standort für die neue Bushaltestelle: Dass Gehweg- und Straßenbau im Wohngebiet an der Wasserfahrt nötig sind, lässt sich auf den ersten Blick erkennen.

Klötze. „Für dieses Jahr stehen 357.000 Euro im Haushalt. Da wird aber doch wohl in diesem Jahr nichts mehr gemacht?“, vermutete Hans-Jürgen Beckmann. Das Stadtratsmitglied aus Ristedt hatte die Liste der für 2018 im Haushalt geplanten Investitionen vor sich.

Uwe Harms hatte für die CDU-Fraktion beantragt, eine Auflistung der Maßnahmen und ihrer Abarbeitung zu bekommen. Diese Zuarbeit hatte die Verwaltung vorgelegt.

Dabei wurden auch Maßnahmen, die bereits abgeschlossen sind, benannt, sowie solche, die erst im kommenden Jahr in Angriff genommen werden können. Und dazu gehört der Ausbau der Straßen an der Wasserfahrt. „Der Stadtrat hat heute den Ausbaubeschluss gefasst“, erinnerte Bauamtsleiter Ulf Dittfach an eine Beratung nur wenige Minuten zuvor. Nun könne die Ausschreibung auf den Weg gebracht werden, kündigte Dittfach an. Ziel sei es, im Frühjahr 2019 mit dem Ausbau zu beginnen.

Probleme mit der Tragfähigkeit sollen durch die Beimischung des abgefrästen Betons ausgeräumt werden.

Neben den 357.000 Euro für 2018 stehen weitere 297.000 Euro für das nächste Haushaltsjahr in der Planung der Stadt. Stefan Münder vom Stendaler Planungsbüro hatte den Stadträten Details zu dem Projekt vorgestellt. Er erinnerte daran, dass ein Teil der Straßen in dem Wohngebiet bereits 2001 saniert wurde. „An diese Bauweise wollen wir anschließen“, so Stefan Münder. Das bedeutet zum Beispiel, dass im Gehwegbereich das vorhandene rote Pflaster bei der Erneuerung weitergezogen werden soll. Er verwies auf eine aktuell „desolate Gehweganlage“, die dringend erneuert werden müsse: Die Bordsteine sind desolat, der Beton hat sich gesetzt, es gibt unterschiedliches Pflaster und Betonplatten im Gehweg. Weil auch der Einmündungsbereich von der Friedensstraße kommend schon erneuert ist, ergebe sich auch dort eine Vorgabe für die Gestaltung.

16 neue Straßenlaternen sollen gesetzt werden, bislang sind nur sieben vorhanden, nannte der Planer eine Veränderung. Die Straße An der Wasserfahrt soll im vierten Bauabschnitt 6,20 Meter breit in Asphaltbauweise hergestellt werden. Mitgeplant ist auch die Herstellung der neuen Straße An den Kleingärten, die in das künftige Eigenheimgebiet neben dem Heizhaus führen soll. Sie wird fünf Meter breit und gepflastert.

Gegenüber dem abgerissenen Block wird eine neue Bushaltestelle eingerichtet, kündigte der Planer weiter an. Die Bewohner der Wasserfahrt haben es damit künftig nicht mehr so weit, um in den Bus einzusteigen, nannte Stefan Münder den Grund für die Verlegung vom bisherigen Standort am Garagenkomplex. Der Ausbau erfolgt barrierefrei mit Kasseler Borden. „Es ist zu überlegen, ob dort auch ein Wartehäuschen aufgestellt wird“, regte der Planer an.

Stefan Münder machte die Stadträte auf ein Problem beim Straßenbau aufmerksam: Im Bereich der Einmündung vor der Kleingartenanlage und zum Heizhaus wurden beim bestehenden Straßenbau ein Hausmüll-Aschegemisch aus der angrenzenden Mergelgrube mit verbaut. „Da gibt es Probleme mit der Tragfähigkeit“, kündigte der Planer an. Deshalb würden für den Straßenbau Mehrkosten anfallen. Diese seien aber bereits mitkalkuliert worden. Eine Lösung wäre es, das Fräsgut der bisherigen Betondecke als Unterbau für mehr Tragfähigkeit einzubauen. Die Aschenkuhlenreste liegen nicht, so betonte Stefan Münder auf Nachfrage aus dem Stadtrat deutlich, unter dem geplanten Eigenheimgebiet. Henry Hartmann bat bei der Ausführung des Straßenbaus darum, die Schachtdeckel für die Kanäle nicht genau in die Fahrspur zu setzen, um ein Klappern zu verhindern. Mehr Bedenken hatten die Stadträte nicht und befürworteten das Ausbauvorhaben einstimmig.

Von Monika Schmidt

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