Von Aufforstung, über Waldpflege bis Holzernte

Lutz Held (v.l.), Phillip Peters, Tim Kanstorf, Chris Harnack, Florian Kappel und Andy Wiek haben am 1. August die Ausbildung zum Forstwirt begonnen.

mit Klötze. Sechs neue Auszubildende haben Anfang des Monats im Betreuungsforstamt Klötze ihre Lehre begonnen. Chris Harnack aus Stendal, Lutz Held aus Rosian, Florian Kappel aus Lostau, Tim Kanstorf aus Schwiesau, Philipp Peters aus Wiepke und Andy Wiek aus Klötze werden in den kommenden drei Jahren zu Forstwirten ausgebildet. Die beiden langjährigen Ausbilder Horst Kamieth und Roland Schuppe sowie Stephan Miehe werden sich in der Ausbildungsstätte Zartau um die sechs Neulinge kümmern. 18 Lehrlinge sind es derzeit insgesamt, die im Zartau lernen.

Dass wieder einmal sechs neue Lehrlinge begrüßt werden konnten, ist nicht selbstverständlich. Denn alle vorhandenen Ausbildungsplätze zu besetzen, war diesmal gar nicht so einfach, wie Betreuungsforstamtsleiter Helmut Jachalke verriet. „Unsere Lehrstellen werden zwar überproportional nachgefragt. Der Geburtenknick hat sich aber auch bei uns bemerkbar gemacht“, so Jachalke. Bei der Vergabe der Lehrstellen wurden wieder Bewerber berücksichtigt, die Naturverständnis haben, aus der Region kommen, teamfähig sind und „keine zwei linken Hände haben“. Außerdem wurde darauf geachtet, dass alle auch sportlich etwas auf dem Kasten haben, so der Betreuungsforstamtsleiter.

Den praktischen Teil ihrer Ausbildung erhalten die Lehrlinge im Revier Klötze des Landesforstbetriebes, aber auch in den umliegenden Privatwäldern, mit deren Besitzern eine sehr gute Kooperation bestehe. Den theoretischen Schliff gibt es an der Berufsschule sowie im Forstlichen Bildungszentrum, die beide in Magdeburgerforth liegen. Vier bis fünf Wochen im Block werden die Azubis dort immer wieder verbringen, bevor es wieder in den Wald geht.

Die Ausbildung umfasst von Aufforstung über Landschaftspflege, Naturschutz und Jagd bis hin zu Waldpflege und Holzernte alle Themenfelder, die ein Forstwirt für seine berufliche Tätigkeit benötigt. Großen Wert wird auch auf die Technik- und die Schlepperausbildung gelegt. Wer bei letzterer besonders gute Leistungen zeigt, darf zudem in Kooperation mit dem Zellstoffwerk Stendal an einer Harvester-Ausbildung teilnehmen.

Dass sich die Ausbildung lohnt, hat sich bei den jüngsten Prüfungen gezeigt. „Alle sieben Prüflinge haben sehr erfolgreich abgeschnitten und bereits einen Arbeitsvertrag in der Tasche oder in Aussicht“, verwies Jachalke auf die hohe Qualität der Ausbildung. Dass auch die neuen Azubis später gute Chancen auf dem freien Arbeitsmarkt haben, davon ist der Forstamtsleiter überzeugt.

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