Flurbereinigungsverfahren Bösdorf-Rätzlinger Drömling: Vorsitzender mit Fortschritt zufrieden

Arbeiten liegen voll im Zeitplan

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Auf dem etwa drei Kilometer langen Weg von Bösdorf in Richtung Allerkanal erhielt der erste Abschnitt bis zum Landgraben in diesem Jahr eine Asphaltschicht, bis zum Secantsgraben geht es dann auf Betonspurbahnen weiter.

Bösdorf / Rätzlingen. Die Baumaßnahmen im Rahmen des Vereinfachten Flurbereinigungsverfahren Bösdorf-Rätzlinger Drömling gehen gut voran. Nachdem bereits in den vergangenen Jahren einige ländliche Wege saniert wurden, rollen seit dem Sommer erneut die Baumaschinen.

Wie Wilhelm Behrens, Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft, auf Nachfrage der AZ erklärt, liegen die laufenden Arbeiten am etwa drei Kilometer langen Weg von Bösdorf in Richtung Allerkanal voll im Zeitplan. Während der erste Abschnitt bis zum Landgraben eine Asphaltschicht erhalten hat, geht es von dort an bis zum Secantsgraben auf Betonspurbahnen weiter. Die Arbeiten am Secantsgraben-Durchlass sollen noch im Herbst abgeschlossen werden.

Auch die Arbeiten an der neuen Rätzlinger Allerkanal-Brücke sind derzeit voll im Gange. Nachdem im August damit begonnen wurde, das alte nicht mehr befahrbare Bauwerk abzureißen, stehen mittlerweile die neuen Fundamente. „Eine sehr gute Sache“, freut sich der Rätzlinger Ortsbürgermeister über den demnächst fertiggestellten Neubau.

Im kommenden Jahr soll ebenfalls gebaut werden, blickt Wilhelm Behrens voraus. Auf dem Plan steht eine Brücke über den Allerkanal im Bösdorfer Drömling. „Wir werden sehen, ob das schon nächstes Jahr klappt“, will der Vorsitzende noch nicht zu viel versprechen.

Das Vereinfachte Flurbereinigungsverfahren Bösdorf-Rätzlinger Drömling wurde im September 2006 eingeleitet. Das Verfahrensgebiet umfasst auf einer Fläche von etwa 1709 Hektar Teile der Gemarkungen Gehrendorf, Miesterhorst, Niendorf, Bösdorf, Kathendorf, Rätzlingen/Kathendorf, Lockstedt und Rätzlingen.

Ziel des Verfahrens ist es unter anderem auch, Nutzungskonflikte zwischen Landwirtschaft auf der einen Seite und Naturschutz auf der anderen Seite zu beheben. Konkret heißt das: Private Grundstücke aus der Vernässungszone des Drömlings sollen herausgenommen und gegen andere Flächen, die nicht im Vernässungsgebiet liegen, ausgetauscht werden. Dieser Flächentausch ist mittlerweile so gut wie abgeschlossen. In diesem Zuge wurde auch zersplittert liegender Grundbesitz zu besser bewirtschaftbaren Einheiten zusammengefasst.

Von Matthias Mittank

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