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Die Arbeit der Polizei wertschätzen

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Von: Monika Schmidt

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Andrea Kern und Volker Böhlen (2. v. r.) hatten an Heiligabend im Klötzer Revier als Streifenwagenbesatzung Dienst. SPD-Landtagsabgeordneter Jürgen Barth dankte ihnen ebenso wie dem Regionalbereichsbeamten Michael Pleuß für die Einsatzbereitschaft. Foto: Schmidt
Andrea Kern und Volker Böhlen (2. v. r.) hatten an Heiligabend im Klötzer Revier als Streifenwagenbesatzung Dienst. SPD-Landtagsabgeordneter Jürgen Barth dankte ihnen ebenso wie dem Regionalbereichsbeamten Michael Pleuß für die Einsatzbereitschaft. © Schmidt

Klötze. Schon zum fünften Mal war der SPD-Landtagsabgeordnete Jürgen Barth am Vormittag des Heiligabend bei der Polizei in Klötze zu Besuch, um den Beamten Dank für ihre Einsatzbereitschaft zu sagen.

Begleitet wurde er vom Klötzer Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Schmidt und dem Vorsitzenden der Stadtratsfraktion, Carsten Behrend. Alle drei Politiker wollten so ihre Wertschätzung für die Arbeit der Polizei ausdrücken.

Themen gab es reichlich zu besprechen. So wurde unter anderem über die Streifenkreise diskutiert, die im Zuge der Polizeireform eingeführt wurden. Sechs Streifenwagen decken dabei den gesamten Altmarkkreis ab. Dass Klötze mit seiner Lage genau in der Mitte des Kreises dabei eine zentrale Bedeutung zukommt, betonte der Klötzer Regionalbereichsbeamte Michael Pleuß. Denn von Klötze aus sind alle anderen Städte schnell zu erreichen. Deshalb, so betonte er, sei es wichtig, die Polizei in Klötze dauerhaft zu erhalten. Dafür, so versprach der Landtagsabgeordnete, werde er sich mit all seiner Macht einsetzen.

Als Regionalbereichsbeamter versteht sich Michael Pleuß als Ansprechpartner für die Sorgen und Nöte der Einwohner. Auch deshalb sei es wichtig, dass die Polizei in Klötze präsent ist. Und dass die Menschen Ansprechpartner haben, die sich auch vor Ort auskennen. Zwar sind die Anfangsschwierigkeiten in der Zusammenarbeit mit der Einsatzzentrale in Magdeburg ausgeräumt, trotzdem ist die Ortskenntnis der Kollegen vor Ort in vielen Situationen unverzichtbar. Das konnte auch Hans-Jürgen Schmidt bestätigen, der einen Wildunfall zwischen Klötze und Schwiesau melden wollte. „Am Kalkweg“, erklärte er der Zentrale in Magdeburg, wo dieser aber ebenso wenig wie der Funkturm in der Karte verzeichnet ist. „Ruft in Klötze an, die wissen dann schon, wo das ist“, empfahl der Ortsbürgermeister und hatte damit Recht.

Wildunfälle waren ein weiteres Thema des Weihnachtsbesuchs. „Die passieren zu allen Zeiten“, erklärte Michael Pleuß. Die Pilotstrecke zwischen Klötze und Schwiesau sei gar nicht mal der Hauptunfallschwerpunkt dabei, erklärte er. Auch an den anderen Klötzer Einfallstraßen wechsle das Wild über die Fahrbahnen. Eine Ausnahme ist die Straße nach Lockstedt, wo kaum Wild unterwegs ist. „Das Wild kommt ja im Wald gar nicht mehr zur Ruhe. Es ist so viel Bewegung da, durch Waldarbeiten, durch Reiter, Spaziergänger und schließlich auch durch den Wolf“, berichtete der Klötzer Regionalbereichsbeamte. Die Beschilderung mit 70 km/h im Klötzer Forst habe sich dennoch bewährt, weil den Autofahrern bei Wildwechsel mehr Zeit zum Reagieren bleibt, wenn sie sich an das Tempolimit halten.

Zum Überprüfen der Geschwindigkeiten kommen auch im Bereich Klötze immer öfter die neuen Hilfspolizisten, die das Land eingestellt hat, zum Einsatz. Sie stehen dann, wie bei den jüngsten Kontrollen am Ziss, auch schon mal an den Orten, die die Autofahrer nicht erwarten. Dass im Dezember vor den beiden Kindertagesstätten „geblitzt“ wurde, hatte Michael Pleuß angeregt. Gerade in der Stoßzeit zwischen 7 und 9 Uhr halten sich Vorbeifahrende auf der Neustädter Straße nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h. Das bekamen sie durch Verwarn- und Bußgelder nun zu spüren. Die Kommunalpolitiker wollen sich dafür einsetzen, die 30er-Zonen vor den Kitas noch auszuweiten.

Von Monika Schmidt

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