Anruf genügt – das war einmal

Das neue Spül- und Saugfahrzeug des Wasserverbandes Klötze soll künftig nur noch für seine eigentliche Bestimmung eingesetzt werden: das Unterhalten von Kanälen.

Klötze - Von Peter Lieske. Viel Geld hat der Wasserverband Klötze für ein neues Spül- und Saugfahrzeug ausgegeben. Es ist rund um die Uhr unterwegs. Allerdings viel zu wenig für notwendige Unterhaltungsmaßnahmen der Kanalisation, sondern derzeit mehr zum Entleeren der Sammel- und Kleinklärgruben, und zwar vier Tage in der Woche. Das berichtete Geschäftsführerin Birgit Tüngler am Donnerstagabend den Mitgliedern der Verbandsversammlung. Zudem wird dafür zu viel Personal gebunden. „Die Unterhaltung der Kanäle und Pumpwerke kommt zu kurz“, fasste sie zusammen.

Damit erläuterte die Geschäftsführerin, weshalb die dezentrale Entsorgung auf eine Fremdfirma übertragen wird. Die Vergabe erfolgte noch am gleichen Abend im nicht öffentlichen Teil der Sitzung. Kalkuliert wurde die Fremdvergabe bereits im Wirtschaftsplan. Das Leeren abflussloser Sammelgruben erhöht sich von bisher 12,80 Euro pro Kubikmeter auf 13,10 Euro. „Das Ausschreibungsergebnis ist positiv verlaufen“, betonte Birgit Tüngler. Ohne Fremdfirma wären die Kosten noch höher ausgefallen, versicherte sie. Aber nicht nur die Entsorgungskosten steigen. Die Nutzer von Sammelgruben müssen sich künftig umstellen. Ein Entleeren auf Abruf wird es nicht mehr geben. „Wir bekommen einen Abfuhrplan, an den sich die Kunden zu halten haben“, kündigte die Geschäftsführerin an. Die Termine für das Leeren der Gruben werden von der Firma vorgegeben. „Wir müssen in einen kontinuierlichen Wartungsrhythmus kommen“, machte sie auf das Ziel aufmerksam, das der Wasserverband Klötze verfolgt.

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