Stadtrat zahlt 50 Euro pro Jahr für die Atemschutzgeräteträger / Enorm hohe Anforderungen

Anreiz für die Brandschützer

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Nur 16 Prozent der Feuerwehrleute in der Einheitsgemeinde Klötze sind Atemschutzgeräteträger. Jährlich müssen sie den Brandsimulationscontainer durchlaufen. Das erfordert viel Überwindung, die nun durch 50 Euro zusätzlich honoriert wird.

Klötze. „50 Euro sind mehr als gerecht. “ Matthias Mann setzt sich für die Feuerwehr ein. Der Klötzer Bürgermeister ist Dienstherr über 449 aktive Einsatzkräfte in den Feuerwehren der Einheitsgemeinde.

102 davon waren mit Stand Jahresende 2013 als Atemschutzgeräteträger gemeldet. In Auswertung der jährlichen praktischen Auswertung in der Übungsanlage des Altmarkkreises hatten jedoch nur 71 Atemschutzgeräteträger die Anlage durchlaufen. „Das sind gerade mal 16 Prozent der Einsatzkräfte, die im Ernstfall Atemschutzgeräte tragen dürfen und sich somit selber schützen können“, erklärte Stadtwehrleiter Rüdiger Wührl. Er richtete einen eindringlichen Appell an die Stadt, dass die Zahl gesteigert werden muss. Im Brandschutzcontainer, der am ersten Oktoberwochenende in Klötze aufgebaut war, konnten sich auch die ehrenamtlichen Ortsbürgermeister und die Vertreter von Stadtrat und Verwaltung überzeugen, wie „heiß“ es für die Einsatzkräfte an vorderster Linie eines Brandes werden kann. „Das ist für die Feuerwehrleute eine Belastung“, hat auch Matthias Mann erkannt. Über 50 Atemschutzgeräteträger der Stadt hatten den Container durchlaufen. „Das jährlich durchzustehen, dafür muss einen Anreiz geben“, erläuterte Matthias Mann. Und diesen schaffte der Klötzer Stadtrat bei seiner jüngsten Sitzung: Jedes Feuerwehrmitglied, das zum Tragen von Atemschutzgeräten berechtigt ist, bekommt einmal im Jahr eine Entschädigung von 50 Euro. Einstimmig sprachen sich die Klötzer Stadträte für die Änderung der Aufwandsentschädigungssatzung aus.

Von Monika Schmidt

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