Anlieger des Immekather Weges in Kunrau beklagen den Lkw-Verkehr

Damit das Poltern aufhört

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Gerade leere Lkw klappern kräftig, wenn sie über das Pflaster des Immekather Weges in Kunrau poltern. Die einfache Lösung, eine Bitumendecke aufzutragen, ist gar nicht so einfach, weil dafür erst die Pflastersteine aufgenommen werden müssten.

Kunrau. Anlieger des Immekather Wegs in Kunrau waren am Montagabend Gast im Kunrauer Ortschaftsrat. Und machten erneut auf ein Problem aufmerksam, das seit Jahren Thema ist: „Das Verkehrsaufkommen ist gewaltig“, beklagten die Anlieger.

Vor allem in der Nacht sei die Lärmbelästigung durch Lkw, viele davon leer, die aus Immekath kommen, enorm. „Das rappelt die ganze Zeit. “ Einer der Anwohner zählte von 7 bis 9 Uhr morgens 37 Lkw, die an den Häusern vorbei rollten. Risse in den Wänden, abfallende Fliesen und die extreme Lärmbelästigung – das waren Anlass genug für die Anwohner, ihr Anliegen im Ortschaftsrat vorzubringen.

„Wir können es nur weiterleiten“, betonte Ortsbürgermeister Uwe Bock. Da es sich beim Immekather Weg um eine Kreisstraße handelt, ist die Kommune nicht zuständig. „Der Verkehr wird noch mehr werden, wenn sich Fricopan erweitert und falls die Schweinemastanlage gebaut wird“, vermutete er. Er empfahl den Anliegern, im Vorfeld ein Gutachten über die Schäden an den Häusern erstellen zu lassen – allerdings auf eigene Kosten. Dann könnte später eine Wiedergutmachung des Schadens eingefordert werden. „Heutzutage muss ja alles abgesichert sein. Es wird einem ja nichts mehr geglaubt“, bedauerte Uwe Bock, dass es nicht mehr ausreichend ist, mündlich bei den Verwaltungen auf einen Schaden aufmerksam zu machen.

Burkhard Hartmann erinnerte, dass, so lange die Straße von Kusey von Immekath nicht erneuert ist, der Verkehr aus Richtung Westen weiter über den Immekather Weg rollen werde. „Wir sollten überlegen, das gepflasterte Ende mit einer Schwarzdecke zu überziehen“, regte der stellvertretende Ortsbürgermeister an. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung nütze nichts, so lange nicht kontrolliert werde. Gerade die Fahrzeuge, die aus Richtung Schwarzendamm den Berg hinunter nach Kunrau einrollen, fahren oft schneller als erlaubt.

Bei einer Schwarzdecke „hört das Poltern auf“, waren auch die Anlieger überzeugt. Uwe Bock will den Vorschlag nun zunächst an die Stadt weiterleiten.

Ganz so einfach ist es jedoch nicht, das Pflaster zu überziehen, machte Dieter Kraus vom Tiefbauamt des Altmarkkreises auf AZ-Anfrage aufmerksam. Denn das Betonpflaster kann nicht überzogen werden, sondern die Steine müssen aufgenommen und ein richtiger Unterbau hergestellt werden. Das ist mit höheren Kosten verbunden. Derzeit ist eine solche Investition beim Kreis nicht geplant.

Von Monika Schmidt

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