Angst vor Angriffen aus dem Internet besteht auch in der Altmark

Klötze lässt komplettes System überprüfen

Wenn das System gehackt wurde, ist der Schaden oft groß
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Die Angst vor Hackerangriffen ist allgegenwärtig.
  • Birgit Stephani
    VonBirgit Stephani
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Klötze – Jeder Computernutzer fürchtet sie: Hackerangriffe. Diese können den ganzen Computer lahmlegen oder wie jüngst geschehen, sogar eine komplette Stadtverwaltung. Gerade erst war genau davon die Verwaltung des Landkreises Anhalt-Bitterfeld. Wenig später vermeldete auch das Klinikum Wolfenbüttel, dass das System durch unbekannte Eindringlinge lahmgelegt wurde. Der Landkreis Anhalt-Bitterfeld liegt gerade einmal zwei Stunden von Klötze entfernt, Wolfenbüttel ist sogar noch schneller zu erreichen. Die Tatsache, dass im Grunde direkt vor der Haustür Computersysteme böswillig angegriffen werden, lässt auch Klötzes Bürgermeister Uwe Bartels nicht kalt.

Auch wenn die Einheitsgemeinde Klötze im Vergleich relativ klein ist, weiß man auch in der Klötzer Verwaltung sehr genau, dass es Hackern nicht immer darauf ankommt, ein möglichst großes System zu schädigen. Die Infizierung eines Computersystems mit Schadsoftware soll überraschend erfolgen und gleichzeitig möglichst viel Aufsehen erregen. Welche anderen Gründe verfolgt werden, sind oft nicht erkennbar. Allerdings gibt es auch Fälle, in denen eine Art Lösegeld gefordert wurde, um die Daten wieder freizugeben.

Um in Klötze Hackerangriffe auf das Netzwerk der Stadtverwaltung zu verhindern, erzählt Uwe Bartels, habe man die Sicherheit immer im Auge. „Es ist immer Vorsicht geboten“, sagt der Bürgermeister, der für diese Woche das komplette System der Verwaltung auf seine Sicherheit hin extra noch einmal prüfen lässt. Außerdem gibt es von jeher die Anweisung für die Angestellten, fragwürdige Mails direkt zu löschen. Natürlich weiß aber auch Klötzes Bürgermeister, dass Schadsoftware oftmals gar nicht mehr über E-Mail-Anhänge in das System kommt, sondern die Gefahren überall lauern.

Uwe Bartels möchte es gar nicht erst auf einen Angriff auf das System ankommen lassen. Immerhin können dabei unter anderem sensibelste Daten verloren gehen oder in Hände gelangen, in denen sie nichts zu suchen haben.

Indirekt war er übrigens auch vom Angriff auf die Klinik in Wolfenbüttel betroffen. Denn dort war er vor kurzem selbst Patient. Schwört mit einem Schmunzeln aber, dass er mit dem Hackerangriff nichts zu tun hat.

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