Buchhorster IG fordert vom Landtag Unterstützung ein

Angst vor dem Eichenprozessionsspinner in Buchhorst

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85 Prozent der befallenen Bäume im Drömling mussten von Hand abgesaugt werden.

Buchhorst – „Es besteht die Angst, dass der Befall durch den Eichenprozessionsspinner in unserem Territorium 2020 nicht in den Griff zu bekommen ist.“ 

Diesen Hilferuf hat gestern die Buchhorster Interessengemeinschaft zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (IG EPS) an den Landtag von Sachsen-Anhalt geschickt. Als Gründe benennt die IG EPS die „fehlende Zusage, Bereitstellung und Freigabe entsprechender Fördermittel“. Den Kommunen fehlt die Planungsmöglichkeit der Bekämpfung, es sei keine termingerechte Ausschreibung für die Bekämpfung für 2020 möglich. Außerdem beklagt die IG, dass es vom Land keine Prüfung alternativer Methoden zur Bekämpfung, zum Beispiel der Heißwasserbehandlung, gegeben hat. „Nur 15 Prozent des Baumbestandes 2019 konnte mit Bioziden effektiv und nachhaltig behandelt werden“, erinnert die IG in ihrem Schreiben. Wegen der Nähe zu Gewässern ist die chemische Bekämpfung des Schädlings im Biosphärenreservat Drömling nur sehr eingeschränkt möglich. „85 Prozent des Baumbestandes wurden abgesaugt, eine für den aktuellen Befall nicht überzeugende Methode“, haben die Buchhorster beobachtet. Sie kritisieren auch, dass es vom Land keine Prüfung zur flächendeckenden Bekämpfung des Schädlings aus der Luft gab. So konnte der Eichenprozessionsspinner das ganze Jahr über aus den unbehandelten Bäumen in die behandelten ziehen, was den Erfolg der Behandlung nach Ansicht der IG stark schmälerte. Auch eine länderübergreifende Zusammenarbeit bei dem Thema wird von den Buchhorstern vermisst.

Die Mitglieder der IG fordern in ihrem Schreiben die Ausschüsse des Landtages auf, „die Bekämpfung des EPS auch in kommender Zeit zu thematisieren, mit dem Ziel, die Gesundheitsgefährdung durch den EPS einzudämmen und einer Ausbreitung in den Folgejahren entgegenzuwirken.“  mm

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