Die Hitze des Feuers spüren

Angriffstrupps aus der Einheitsgemeinde Klötze üben im Brandschutzcontainer

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Anstrengend war für die Atemschutzgeräteträger der Durchlauf durch den Übungscontainer schon: Sie mussten an verschiedenen Stellen Feuer löschen und gleichzeitig auch immer den Rückweg im Blick haben.

Klötze – 64 von etwas über 90 Atemschutzgeräteträgern, die in den Wehren der Einheitsgemeinde Klötze gemeldet sind, hatten sich am Wochenende für das Üben im Brandsicherheitscontainer angemeldet. Eine Zahl, die zwar recht hoch lag.

Aber Stadtwehrleiter Matthias Veit würde es am liebsten sehen, wenn alle Atemschutzgeräteträger diese Chance nutzten. „Es gibt nichts Besseres zum Üben“, ist er überzeugt und bedankt sich bei Klötzes Bürgermeister Uwe Bartels, der es ermöglicht hat, dass der Übungscontainer auch in diesem Jahr wieder am Klötzer Gerätehaus aufgebaut wurde. Matthias Veit war am Freitagabend einer der Ersten, der durch den Parcours ging. „Es ist nicht so schlimm, aber gerade für die Einsatzkräfte, die selten die Gelegenheit haben, wichtig, dass sie einmal die Hitze des Feuers richtig spüren können. “.

Der Übungsinhalt war im Vergleich zum Vorjahr etwas verändert worden. So musste dieses Mal ein brennender Gasanschluss mit einem Schieber gesichert werden, brannte eine Couch im Container und anschließend ein Farbenschrank. Und immer wieder flammte bei den Durchläufen die Treppe neu auf, damit die Angriffstrupps daran dachten, den Rückweg immer im Blick zu haben.

Am Freitagabend waren es vor allem die Mitglieder der Klötzer Wehr, die den Container nutzten. Angemeldet waren für das Wochenende auch einige frisch ausgebildete Feuerwehrleute, die so zum ersten Mal (fast) in echt mit Feuer in Berührung kamen. „Es ist mir wichtig, dass jeder, der zum Angriffstrupp gehört, auch tatsächlich in den Angriff geht“, betonte Matthias Veit im AZ-Gespräch.

Wer dann feststelle, dass die Gefahr zu groß sei, könne immer zurück. „Aber man muss es wenigstens versucht haben.“ Und das Training im Brandcontainer ist die beste Übung, da es zwar heiß, wie es auch bei echtem Feuer werden kann, gleichzeitig aber immer die Möglichkeit besteht, das Feuer abzuschalten oder noch einmal neu zu entfachen, wenn es Erklärungen und Tipps für die Einsatzkräfte zum richtigen Verhalten gegeben hat.

Vor allem den nicht so erfahren Angriffstrupps wurde auf Wunsch ein Trainer an die Seite gestellt, der mit den beiden Atemschutzgeräteträgern durch den Container ging, auf Kniffliges aufmerksam machte und vor Ort Verbesserungsvorschläge geben konnte.

„Hinterher werten wir das gemeinsam mit den Ortswehrleitern aus“, informierte Matthias Veit zu diesem neuen Konzept. Wenn es gut angekommen ist, soll auch in Zukunft so verfahren werden.

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