Sachsen-Anhalt bewilligt 800 000 Euro für städtebauliche Entwicklung

Altmarksaal in Klötze wird modernisiert

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Von den 800 000 Euro, die kurz vor Jahresende vom Land für die städtebauliche Entwicklung in Klötze bewilligt wurden, sollen 600 000 Euro für die Modernisierung des Altmarksaals eingesetzt werden.

Klötze – Insgesamt 800 000 Euro hat die Stadt Klötze kurz vor Jahresende vom Land für die städtebauliche Entwicklung bewilligt bekommen. 600 000 Euro dafür sind für die Modernisierung des Altmarksaals von der Verwaltung beantragt worden.

Das Geld kommt aus dem Programm Stadtumbau Ost, mit dem auch schon im Bereich des Bahnhofs und in den Wohngebieten Wasserfahrt und Hegefeld Sanierungsmaßnahmen umgesetzt werden konnten.

Was genau im Altmarksaal gemacht werden soll, steht noch nicht fest. „Das werden wir im Jahr 2020 konkreter planen“, kündigte Bürgermeister Uwe Bartels auf AZ-Anfrage an. „Wir müssen ein Konzept machen und gucken, in welche Richtung es geht“, hielt er sich mit Vorschlägen bedeckt. Das Problem mit der Feuchtigkeit im Gemäuer sei nicht mehr so gravierend, schätzte er ein.

Um Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk zu bekommen, wurde bereits auf der rechten Seite des Saals das Hochbeet entfernt und eine Feuchtigkeitssperre geschaffen. Auf der anderen Seite, im Bereich des Hofs, bereiten dem Bürgermeister allerdings die Kellerschächte Sorgen. Bei starken Regenfällen dringt von dort Wasser in das Gebäude ein. Das soll bei der Sanierung abgestellt werden. Ebenfalls bereits erneuert ist der Sanitärbereich des Saals. Im vorderen Bereich des Gebäudes bröckelt allerdings der Putz, das ist vor allem an den Fensterbänken an der Straßenseite deutlich zu erkennen (wir berichteten). Arbeiten an der Fassade müssten im Konzept auf jeden Fall berücksichtigt werden.

Die Klötzer beklagen immer wieder, dass es in der Kernstadt kein Dorfgemeinschaftshaus gibt. Ob der Altmarksaal diese Funktion übernehmen könne? Der Bürgermeister hält sich dazu bedeckt. „Das kommt auf die künftige Nutzung an“, erklärt Uwe Bartels. Dazu sollte auf jeden Fall der Ortschaftsrat von Klötze intensiv beraten und gehört werden, so seine Vorstellung.

Denkbar wäre es beispielsweise, wie in anderen großen Sälen in den Ortsteilen, auch im Altmarksaal einen Raumteiler einzubauen. „Das hat sich in anderen Orten bewährt“, weiß Uwe Bartels. Dann könnte im Altmarksaal ein kleinerer Raum auch eine Funktion als Dorfgemeinschaftshaus erfüllen, wenn dies gewünscht ist. Für viele Veranstaltungen wäre ein kleinerer Saal ausreichend, der große Altmarksaal wird nur selten voll. Überlegungen zum Konzept und zur Nutzung möchte die Verwaltung aber gern in Zusammenarbeit mit dem Ortschaftsrat und den Vereinen aus der Stadt tätigen, betonte Uwe Bartels. „Die müssen an einen Tisch und überlegen, wie das Gebäude genutzt werden kann.“

VON MONIKA SCHMIDT

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