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Altmarkkreis plant Ersatzbauwerke über die Ohre und die Jeetze

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Von: Monika Schmidt

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Seit mehreren Jahren ist die Brücke über die Ohre bei Steimke mit Baken abgesperrt, damit die Fahrzeuge nur einspurig über das Bauwerk fahren.
Seit mehreren Jahren ist die Brücke über die Ohre bei Steimke mit Baken abgesperrt, damit die Fahrzeuge nur einspurig über das Bauwerk fahren. Im kommenden Jahr soll der Neubau umgesetzt werden. © Monika Schmidt

Steimke / Immekath – Als der Altmarkkreis Salzwedel in diesem Jahr den Haushalt für 2022 vorstellte, wurde auf zwei Maßnahmen im Bereich der Einheitsgemeinde Klötze besonders hingewiesen: die beiden Brückenbauvorhaben in Steimke und Immekath. Passiert ist an beiden Brücken aber noch nichts. Grund genug, beim Altmarkkreis nach dem Stand der Planungen für die Bauvorhaben zu fragen.

Die Brücke über die Ohre zwischen Kunrau und Steimke ist schon seit mehreren Jahren so abgesperrt, dass der Verkehr nur einspurig über die Brücke fahren kann. Es gilt eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 50 km/h. Durch die vielen Absperrbaken auf der Brücke können die Vorbeifahrenden nur schwer einen Blick auf das Bauwerk werfen. Das ist auch gut so, denn wer die Brücke aus der Nähe betrachtet, wundert sich, dass sie überhaupt noch Stand hält. Große Brocken Beton sind bereits abgebrochen. Deshalb ist ein Neubau dringend notwendig. Und er soll, wie Inka Ludwig von der Pressestelle des Altmarkkreises informiert, „voraussichtlich“ im kommenden Jahr realisiert werden. „Die Planung für den Ersatzneubau einer Einfeldbrücke mit Otterberme ist beauftragt“, teilt Inka Ludwig weiter mit. Von Jahr zu Jahr, in denen der Neubau weiter nach hinten geschoben wurde, sind die geschätzten Kosten angestiegen. Aktuell rechnet der Altmarkkreis für das Bauvorhaben in Steimke mit Gesamtkosten von etwa 2,48 Millionen Euro.

Noch nicht ganz so weit wie Steimke ist das Bauvorhaben an der Immekather Jeetzebrücke gediehen. Aber auch dort muss am Ortsausgang in Richtung Ristedt eine neue Brücke errichtet werden. Und auch dort soll wie in Steimke eine Einfeldbrücke mit einer Otterberme entstehen.

„Aktuell liegen die Entwurfsvermessung und das Baugrundgutachten für den Ersatzneubau vor“, teilte die Kreis-Pressesprecherin auf AZ-Anfrage mit. In diesem Jahr hat der Kreis noch einiges vor bei der Planung für die Baumaßnahme in Immekath. Denn, wie Inka Ludwig weiter informiert, sollen die Vorplanung wie die Grundlagenermittlung, die Vorbereitung der Entwurfsplanung, das Abstimmen des Bauprojektes und die Erarbeitung eines Lösungsvorschlags noch in diesem Jahr erfolgen. „Der Baubeginn erfolgt dann voraussichtlich 2023/24“, kündigt die Pressesprecherin an. Es wird von einer Bauzeit von einem Jahr für die neue Einfeldbrücke über die Jeetze ausgegangen. Die Gesamtkosten für das Bauvorhaben in Immekath werden zurzeit auf etwa 1,82 Millionen Euro geschätzt.

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