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Bewegung in der Klötzer Zinnbergschule

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Von: Monika Schmidt

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ein ehemaliges Schulgebäude im Herbst
Manchmal sind die Tore an der Klötzer Zinnbergschule geöffnet. © Monika Schmidt

Aufmerksame Passanten konnten im Herbst Bewegung an der Klötzer Zinnbergschule feststellen. Dabei steht das Gebäude eigentlich leer.

Klötze – Eigentlich steht die Klötzer Zinnbergschule leer. In diesem Herbst aber war an einigen Tagen Bewegung auf dem Schulgelände. Autos parkten auf dem Hof, im Gebäude waren Menschen unterwegs. Hat der Altmarkkreis etwa eine Nachnutzung für die frühere Förderschule gefunden? Die Altmark-Zeitung fragte beim Kreis nach, ob sich der Stand vom Sommer, als es hieß, die Schule wird weiter als Ausweichquartier vorgehalten (AZ berichtete), etwas geändert hat. Und das hat sich in der Tat. Wie Birgit Eurich, Pressesprecherin des Altmarkkreises auf AZ-Anfrage informierte, wurde das ehemalige Schulgebäude in Klötze vom Verein für Bildung (VFB) Salzwedel genutzt. Im September und Oktober fand dort das Projekt „Tage in der Praxis (TIP)“ des Bildungsträgers statt. Das vom Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderte Projekt ist ein Angebot der vertieften Berufsorientierung an den Sekundar- und Förderschulen im Altmarkkreis. Die Neuntklässler sollen dabei auf der Suche nach dem richtigen Beruf unterstützt werden. Am TIP-Projekt beteiligen sich neun Schulen aus dem gesamten Altmarkkreis mit insgesamt etwa 400 Schülern in diesem Halbjahr. Die günstige Lage des freien Klötzer Schulgebäudes in der Mitte des Altmarkkreises gab den Ausschlag, dass sich der Bildungsträger an den Altmarkkreis mit der Bitte um Nutzung des Gebäudes wendete. Das TIP-Projekt nutzte eine komplette Etage der Schule mit Unterrichts- und Büroräumen, inklusive des Mobiliars. Unternehmen aus der Region waren in der Zinnbergschule zu Gast und konnten sich dort den Neuntklässlern vorstellen. „Dank der Bushaltestelle direkt vor der Tür konnten große und kleine Busse bequem in nahegelegene Unternehmen zu Betriebserkundungen starten und die Schülerbeförderung sicherstellen“, berichtet Birgit Eurich über einen weiteren Vorteil des ausgewählten Standortes. Zudem war mit dem Hausmeister stets ein Ansprechpartner vor Ort, der das Team beim Beziehen und Nutzen der Schule unterstützte. In den Monaten September und Oktober profitierten insgesamt etwa 200 Schüler aus fünf Schulen des Altmarkkreises von der Nutzung der Zinnbergschule durch das TIP-Projekt.  

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