Pilotprojekt in Niendorf mit Energiesparbirnen / Ersparnis von 100 000 Euro im Jahr möglich

Alternative zur LED-Umstellung

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In Niendorf wurden die gelben Lichter der Straßenbeleuchtung im Rahmen eines Pilotprojektes durch die hellen Energiesparlampen ersetzt. So kann jede Straßenlaterne brennen.

Oebisfelde. 723 der 2 600 Straßenlaternen in der Einheitsgemeinde Oebisfelde-Weferlingen wurden von der Avacon komplett auf LED-Beleuchtung umgestellt.

„Das ergibt bis zu 90 Prozent Einsparungen an den Einzelleuchtpunkten“, informierte Wolfgang Kunkel von der Avacon im Ordnungs- und Wirtschaftsausschuss. Die neuen Leuchtkörper sind auf bis zu 50 Prozent runter dimmbar und verbrauchen somit deutlich weniger Energie. Insgesamt ergibt sich so bei der Straßenbeleuchtung eine Energieeinsparung von 25 Prozent. Damit kann die Stadt pro Jahr 37 500 Euro an Energie sparen, rechnete der Avacon-Betriebsführer vor. Auch die Kosten für die Wartung reduzieren sich, da die neuen Leuchten eine längere Lebensdauer haben. Ingesamt wurden 393 000 Euro investiert, es gab 78 000 Euro Fördermittel für die Maßnahme. „Nach spätestens neun Jahren haben sich die Ausgaben amortisiert“, rechnete Wolfgang Kunkel vor.

Allerdings, so machte der Elektromeister auch aufmerksam, können nicht alle Lampen auf LED umgerüstet werden. Dafür hat die Avacon eine Alternative gefunden: eine neuartige Energiesparlampe von 33 Watt. „Das entspricht einer normalen Glühbirne von 250 Watt“, erklärte der Netzmeister. Die Leuchte sieht aus wie eine normale Energiesparlampe aus dem Haushalt, ist aber speziell für die Schaltbelastung in der Straßenbeleuchtung entwickelt worden. 20 000 Betriebsstunden garantiert der Hersteller, sodass die Lampe mindestens fünf Jahre hält. Die Umrüstung ist mit 45 Euro relativ günstig, die Laternen müssen nur umverdrahtet werden. „Das wäre eine Alternative für die Laternen, die nicht auf LED umgerüstet werden können“, warb Wolfgang Kunkel im Ausschuss. [...]

Von Monika Schmidt

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