Alter Kanal musste raus

Das Verlegen der Versorgungsleitungen ist im unteren Abschnitt der Friedensstraße so weit abschlossen. Als Nächstes werden die Borde gesetzt.

Klötze - Von Peter Lieske. Anders als geplant sind die Arbeiten an der Friedensstraße in Klötze verlaufen. Und zwar hatte der Wasserverband Klötze dort vor, die alte Abwasserleitung lediglich zu sanieren. Doch daraus wurde nichts.

Was bei der Kamerabefahrung noch nicht erkennbar war, wurde nun offensichtlich: Der alte Kanal befand sich in einem dermaßen schlechten Zustand, dass er komplett erneuert werden musste, informierte Geschäftsführerin Birgit Tüngler auf AZ-Anfrage. In der Verbandsversammlung hatte sie die Baustelle kurz angerissen. Sie informierte über die Rekonstruktion der Hausanschlüsse, für die die Anlieger anteilig Kosten tragen müssen. Das hatte die Geschäftsführerin bereits im Juli während der Einwohnerversammlung angekündigt. Nun kommen Kosten für die Erneuerung des Kanals dazu. „Die Anwohner sind bereits informiert“, sagte sie im AZ-Gespräch weiter.

Die Erneuerung des Abwasserkanals bezieht sich aber nur auf den unteren Abschnitt der Straße, also von der Ecke Salzwedeler Straße bis zur Ecke Wasserfahrt. In diesem Straßenabschnitt ist die Schmutzwasserleitung noch viel älter als im oberen. Wurzeln von Bäumen hatten sich durch die alten Stein-Leitung gedrückt, der Kanal war zum Teil abgesackt und an einigen Stellen war er sogar verbeult. So blieb keine andere Möglichkeit, als den Kanal komplett neu zu verlegen.

Das wird es im oberen Abschnitt nicht geben, war sich die Geschäftsführerin sicher. In diesem Bereich werde die Leitung lediglich saniert. Beddeutet: Schäden am Kanal werden behoben. Da es sich um eine Reparatur handelt, fallen für diese keine Kosten für die Anwohner an.

Das Straßenbauunternehmen aus Solpke ist mit dem Verlegen der Versorgungsleitung und der Hausanschlüsse fast fertig. Als Nächstes werden Bord und Gosse gesetzt. Die Fahrbahn bekommt eine Schwarzdecke.

Zunächst aber soll der Unterbau hergestellt werden, informierte gestern Bauamtsleiter Dieter Neuschulz über den weiteren Bauablauf. Ziel soll es sein, dass die Anwohner so schnell wie möglich ihre Grundstücke wieder erreichen können. Der weitere Bauablauf werde vom Wetter abhängig sein. Es soll jederzeit ermöglicht werden, dass bei einem Frosteinbruch und somit einer Bauunterbrechung die Grundstücke erreichbar bleiben, erläuterte der Bauamtsleiter. Vorerst sei es das Ziel, bis Weihnachten voranzukommen. Stets vorausgesetzt, dass es keinen Wintereinbruch gibt.

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