Alte Schule als neuer Probenraum

Das Ristedter Dorfgemeinschaftshaus wurde bislang nicht an Vereine vermietet. Nun hat der Chor einen Antrag gestellt, dort seine Proben abzuhalten. Vor einer Entscheidung der Stadt wurde der Ortschaftsrat um seine Meinung gebeten.

Ristedt - Von Monika Schmidt. Einen Antrag an die Stadt Klötze hat der Ristedter Chor gestellt. Die Sänger möchten das Dorfgemeinschaftshaus, also die alte Schule des Ortes, kostenlos als Probenraum nutzen. Bislang hatte es für die Vermietung der Räumlichkeiten keine Satzung gegeben, deshalb sollte der Ortschaftsrat vor der Entscheidung der Stadt eine Stellungnahme zu dem Thema abgegeben.

Hans-Joachim Reisener als Vorsitzender und Chorleiter Wilfried Drebenstedt erläuterten den Antrag im Ristedter Ortschaftsrat. So ist seit längerem bekannt, dass der Chor seinen bisherigen Probenraum verliert. Grundsätzlich signalisierte der Ortschaftsrat seine Zustimmung, dem Chor die Räume für die Proben zur Verfügung zu stellen. Etwas wurden die Mitglieder stutzig, als die beiden Chorvertreter einige Forderungen stellten.

„Die Atmosphäre im Raum hier ist sehr gut“, freute sich Wilfried Drebenstedt. Allerdings stören die Tische im Sitzungsraum. Sie müssten eingelagert werden, forderte Hans-Joachim Reisener, da der Ortschaftsrat ja sowieso nicht alle Tische für seine Sitzungen benötige. Mit dem Vorschlag, die Tische für die Proben an den Rand zu stellen, konnten sich die Chorvertreter nicht anfreunden. Schließlich müsse in dem Raum zudem noch Platz für das Klavier und den Notenschrank des Chores geschaffen werden. Aber schließlich werde die Wahlkabine zum Beispiel nicht mehr benötigt und könnte abgebaut werden.

Zudem reiche ein Raum für die Proben nicht aus, bekannte Wilfried Drebenstedt. Denn beim Singen gehe es auch um die Geselligkeit. Und so möchten die anderen Sänger miteinander erzählen können, wenn er mit einzelnen Stimmen probt. Deshalb wäre es günstig, wenn der Chor auch das Bürgermeisterbüro nutzen könne. Die darin befindlichen drei Schreibtische werden doch sicherlich nicht alle benötigt und könnten ausgelagert werden. Zum Beispiel in den angrenzenden Raum, der allerdings als Abstellraum zur Wohnung im Dorfgemeinschaftshaus gehört. Aber auch das stellte für die beiden Chorvertreter kein Problem da, der Raum werde sicherlich gern für die Schreibtische frei gemacht.

„Es gibt keine Alternative, wir müssen hier unterkommen“, betonte Hans-Joachim Reisener. Dafür seien allerdings auch weitere Stühle nötig, so zehn bis 15 müssten angeschafft werden. 33 Sänger hat der Chor, wenn alle zur Probe kommen. Im Gegenzug für die Nutzung des Dorfgemeinschaftshauses würde der Chor die Reinigung übernehmen, „auch mal Fenster putzen“, kündigte Hans-Joachim Reisener an. Geklärt sei im Übrigen schon, dass sich die Rentner für ihre monatlichen Zusammenkünfte im Schützenhaus treffen.

Der Ortschaftsrat stimmte dem Antrag des Chores, einen Raum zu nutzen, zu. Die Erweiterung auf zwei Räume wurde ins Protokoll aufgenommen.

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