Zwei Gebäude unterm Hammer

Alte Kreisverwaltung und Kunrauer Kinderheim im Auktionskatalog

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Das ehemalige Kinderheim in Kunrau, das später auch einige Zeit die Drömlingsausstellung des Fremdenverkehrsvereins beheimatet hat, steht seit Jahren leer. Nun soll das Grundstück versteigert werden.

Klötze / Kunrau – Gleich zwei seit Langem leer stehende Gebäude aus der Einheitsgemeinde Klötze sollen am 24. Mai bei einer Grundstücksauktion in Leipzig unter den Hammer kommen.

Zum Verkauf stehen die frühere Kreisverwaltung an der Poppauer Straße in Klötze und das ehemalige Kinderheim in Kunrau.

29 000 Euro als Mindestgebot für ein mehr als 13 000 Quadratmeter großes Grundstück – das klingt bei der alten Kreisverwaltung nach einem Schnäppchen. Nicht allerdings, wenn man sich die Objektbeschreibung näher ansieht: Verkauft werden soll ein Komplex mit einer Nutzfläche von etwa 7400 Quadratmetern, bestehend aus drei Bürogebäuden, einem Speisesaal mit Küche, einer Werkstatt, einem Heizhaus und einem Garagengebäude mit etwa elf Garagen. Dem Auktionshaus ist das Baujahr der Gebäude unbekannt, geschätzt wird es auf 1976.

13.000 Quadratmeter ist das Grundstück der früheren Kreisverwaltung in Klötze groß. Das Mindestgebot liegt bei 29.000 Euro. Der Sanierungsbedarf ist allerdings groß.

Das Heizhaus mit einer Ölzentralheizung ist defekt, die Sanitäranlangen sind – soweit vorhanden – unbrauchbar. Das Gebäude hat noch alte Holzfenster und Türen. Die Dächer sind mit Wellasbestplatten gedeckt, teilweise auch nur mit Dachpappe. An den Putzfassaden steigt die Feuchtigkeit auf, die Wände sind geschädigt. Das Fazit im Auktionskatalog: „Alles in allem befindet sich die Anlage in einem allumfassenden sanierungs- und modernisierungsbedürftigen Zustand.“

Im Katalog findet sich mit dem früheren Kinderheim in Kunrau an der Lindenstraße noch ein weiteres schon lange leer stehendes Gebäude. Und auch hier könnte ein Schnäppchen machen, wer sich nur für das Grundstück interessiert. Dies ist knapp 2000 Quadratmeter groß, die Nutzfläche des Gebäudes umfasst 700 Quadratmeter. Das Mindestgebot für das leer stehende Objekt beträgt 12 000 Euro.

Beim Kinderheim wird ein Baujahr um 1960 angenommen. Die Gasheizung ist defekt. Das Gebäude hat laut Katalog veraltete Gemeinschaftstoiletten, es sind aber auch ein separates WC und eine Dusche vorhanden. Die Fenster sind schon aus Kunststoff und haben eine Isolierverglasung. Die Holztüren im Innern sind teilweise mit Glasausschnitt. Das Dach ist mit Betondachsteinen gedeckt. Allerdings ist der Putz der Fassade schadhaft, Feuchtigkeit steigt auf.

Auch für das Objekt in Kunrau wird im Katalog ein „allumfassender Sanierungsbedarf“ festgestellt.

VON MONIKA SCHMIDT

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