1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Klötze

Mehr Geld für die Feuerwehrleute in Klötze

Erstellt:

Von: Monika Schmidt

Kommentare

ein Feuerwehrmann nimmt seine Berufungsurkunde entgegen
Auch Maik Schindler als stellvertretender Ortswehrleiter von Quarnebeck könnte künftig eine höhere Entschädigung bekommen. © Monika Schmidt

Damit die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren in der Einheitsgemeinde Klötze bei der Stange bleiben, wird ihre Aufwandsentschädigung kräftig erhöht. So soll das Ehrenamt mehr gewürdigt werden.

Klötze - „Das Ehrenamt soll auch zukünftig attraktiv gestaltet werden“, erläutert Klötzes Bürgermeister-Stellvertreter Matthias Reps, warum die Aufwandsentschädigung für Feuerwehrleute steigen soll. Um die Feuerwehrmitglieder zu motivieren, sich zu fortzubilden, gewährt die Stadt mit der neuen Satzung einmalige Zuschüsse für erfolgreiche Qualifizierungsma´ßnahmen. Beim Truppmann und Truppführer sind das 50 Euro, Atemschutzgeräteträger, Gruppenführer, Zugführer und Verbandsführer erhalten einmalig 100 Euro, für den erfolgreich absolvierten Lehrgang Leiter einer Feuerwehr gibt es 50 Euro. Für die Funktionsträger in den Wehren, vom Stadtwehrleiter über die Ortswehrleitung bis zu Gerätewarten, Jugendwarten und Sicherheitsbeauftragten gibt es eine monatliche Entschädigung, die gegenüber der alten Satzung deutlich angehoben wird. Waren bislang für die Feuerwehren 57970 Euro im Haushalt an Entschädigungen nötig (wenn alle Posten besetzt sind), so steigt dieser Aufwand, wenn der Stadtrat der Neufassung zustimmt, auf 84690 Euro, also um 26720 Euro.

„Wir haben euch nicht vergessen“ als Signal

Dennoch steht auch die Verwaltung hinter dem Vorschlag. Sie hat den Stadträten einen Vergleich vorgelegt, welche Summen in anderen Kommunen gezahlt werden. „Wir wollen das Signal senden: Wir haben euch nicht vergessen“, so Reps weiter, wohl wissend, dass dies im Widerspruch zu den Sparvorschlägen der Verwaltung bei anderen Punkten steht. Denn: „Wir als Stadt sind für den Brandschutz zuständig“, erinnert er. Aktuell können viele Kameraden nicht gehalten werden, kehren den Wehren den Rücken. Es gebe Verluste. Um die Leistungsbereitschaft zu erhalten, sind heute schon mehrere Wehren nötig, die gemeinsam alarmiert werden. Um handlungsfähig zu sein, sind die Anreize nötig. Oberstes Ziel der Stadt ist es, die Feuerwehren auf der Basis der Freiwilligkeit zu erhalten und nicht zu einer Pflichtwehr kommen zu müssen.

Auch interessant

Kommentare