Hauptausschuss diskutierte über Anzahl der Parkplätze an den Supermärkten

Allein Sache des Betreibers

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Durch die geplante Erweiterung des Edekamarktes fallen einige Parkplätze weg. Das beschäftigte die Mitglieder des Hauptausschusses, die letztendlich das Vorhaben aber befürworteten.

Klötze. Große Gedanken über die geplante Edeka-Erweiterung machten sich die Mitglieder des Klötzer Hauptausschusses bei ihrer jüngsten Sitzung.

Dabei ist, wie Ordnungs- und Bauamtsleiter Ulf Dittfach den Stadträten erklärte, vieles allein Sache des Betreibers des Marktes. Die Stadt werde nur im Rahmen der Bauleitplanung beteiligt.

Doch damit wollen sich die Hauptausschussmitglieder nicht zufriedengeben. Geplant ist, wie sie den Unterlagen entnommen hatten, die Verkaufsfläche des Edeka-Marktes von 1400 auf 1800 Quadratmeter zu erweitern, und zwar im westlichen Bereich zwischen Edeka und dem DM-Markt.

„Kommt dann der Bäcker im Markt weg?“, wollte Hans-Jürgen Beckmann wissen. Die Frage konnte nicht beantwortet werden. „Das ist Sache des Eigentümers, wie er das regelt“, erinnerte Ulf Dittfach. Carsten Behrend war aufgefallen, dass der Übergang zum Trampelpfad Richtung Hagen hinter dem Einkaufsmarkt bei der Umgestaltung wegfällt. „Das ist kein öffentlicher Weg, sondern eine Privatfläche und nicht Gegenstand des Bauantrags“, antwortete Ulf Dittfach.

Sorgen machten sich die Stadträte auch, dass durch die Erweiterung des Gebäudes Parkplätze wegfallen. „Werden sie ersetzt?“, wollte Hans-Jürgen Beckmann wissen. Es sei derzeit schon zu Stoßzeiten sehr eng auf dem Parkplatz und nicht leicht, einen Stellplatz zu finden. Aber auch das, so erinnerte Ulf Dittfach, sei allein Sache des Martktbetreibers. Der Bauamtsleiter betonte, dass es in Großstädten Supermärkte gebe, die generell nur fußläufig zu erreichen sind. Dittfach war zuversichtlich, dass sich die Marktbetreiber genau überlegen würden, wie viele Parkplätze nötig sind.

Carsten Behrend begrüßte die Markterweiterung generell. „Das stärkt die Stadt als Grundzentrum“, schätzte er ein. Parkplatzprobleme gibt es nur zu Stoßzeiten, es gebe aber auch viele Zeiten, „wo gar nichts los ist“, hatte das Stadtratsmitglied beobachtet. Auch Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Schmidt sah die wegfallenden Parkplätze nicht als großes Problem an. „Da fallen sieben Plätze weg, mehr nicht“, erinnerte er und bat den Hauptausschuss, die Veränderung des Bebauungsplanes zu unterstützen. Sorgen wegen zu weniger Parkplätze müsse sich niemand machen. Beim benachbarten Aldi-Markt seien die Plätze oft leer, da könnten die Edeka-Kunden auch parken. Letztendlich wurden die Änderungen des Bebauungsplans dem Stadtrat einstimmig zum Beschluss empfohlen.

Von Monika Schmidt

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