Schülerzahlen bis zum Jahr 2018/19 liegen vor / Auch Rätzlingen erfüllt die neuen Mindestgrößen

Alle Schulstandorte sind sicher

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In Rätzlingen werden auch zukünftig Kinder das Einmaleins lernen. Der Schulstandort ist gesichert, wie die von der Verwaltung ermittelten Schülerzahlen bis 2018/19 belegen.

Oebisfelde/Rätzlingen. Rechnen, Schreiben, Lesen: Was Kinder in der Grundschule lernen, nützt ihnen ein ganzes Leben lang. Die ersten vier Schuljahre erleben sie meistens wohnortnah – noch. Denn das Land Sachsen-Anhalt will Zwergschulen nicht mehr unterstützen.

Und das Schulsterben hat bereits begonnen: Im März hat der Gardelegener Stadtrat das Aus für die Grundschule Solpke beschlossen. Die Solpker Kinder lernen dann in Mieste. Das bleibt den Schülern in der Stadt Oebisfelde-Weferlingen erspart.

Alle vier Grundschulstandorte haben auch noch zum Schuljahresbeginn 2018/19 genügend Schüler. „Alle Schulstandorte sind gesichert. Wir sind froh darüber“, erklärte Bürgermeisterin Silke Wolf gegenüber der AZ. Die Verwaltung hat die Schülerzahlen im Zusammenhang mit der Fortschreibung des Schulentwicklungsplans im Börderkreis zusammengestellt. Sie sind auch am Montag, 3. Juni, Thema im Hauptausschuss. Er tagt um 17 Uhr im Rathaus in Weferlingen.

Die Messlatte hat Kultusminister Stephan Dorgerloh mit dem neuen Schulentwicklungsplan vorgegeben: Ab August 2014 müssen Grundschulen auf dem Land mindestens 60 Schüler nachweisen, in dünn besiedelten Regionen wie der Altmark 52. Zum Schuljahr 2017/18 werden die Bedingungen noch einmal verschärft: Dann müssen ländliche Grundschulen mindestens 80 Kinder unterrichten, in einwohnerschwachen Regionen 60.

Von Gerhard Sternitzke

Mehr zum Vorhaben des Landes erfahren sie am Mittwoch in der Altmark-Zeitung.

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