Ungerecht gegenüber den Ortsteilen

Auch die Kernstadt Klötze möchte ein Dorfgemeinschaftshaus

Die Fassade des Altmarksaals in Klötze trägt eine Inschrift, die Wanderer grüßt. Gaststättenbetrieb gibt es dort aber schon lange nicht mehr.
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„Dem Hause Friede, dem Gaste Freude“ steht auf der Fassade des Klötzer Altmarksaals. Er könnte zum Dorfgemeinschaftshaus der Kernstadt werden.
  • Monika Schmidt
    VonMonika Schmidt
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Alle Ortsteile der Einheitsgemeinde Klötze haben ein Dorfgemeinschaftshaus, nur die Kernstadt Klötze nicht. Das soll sich nach dem Willen des Klötzer Ortschaftsrates bald ändern.

Klötze – Auch wenn der Klötzer Ortschaftsrat erst eine Arbeitsgruppe bilden wollte, um über die Dinge zu sprechen, die ins Integrierte Entwicklungskonzept (IGEK) aufgenommen werden sollen, gab es bei der Beratung doch schon einige Ideen und Bemerkungen zu dem knapp 100 Seiten starken Papier. „Ohne das Konzept kann man keine Fördermittel mehr beantragen“, erklärte Ortsbürgermeister Raimund Punke zum Hintergrund. Interessant fanden die Ortschaftsräte einige der Ideen, die für die Entwicklung von Klötze vorgebracht werden, zum Beispiel die Schaffung von mehr Angeboten für betreutes Wohnen. Die ehemalige Kreisverwaltung biete sich dafür als geeignetes Objekt an, heißt es im Konzept.

Ilka Speckhahn bezeichnete die Vorschläge als „aufschlussreich“. Ihr fehlte für Klötze aber ein wichtiger Punkt: ein Dorfgemeinschaftshaus. In allen anderen Ortsteilen der Stadt werde dies aufgeführt. „Und die Klötzer müssen auf die Gaststätten zurückgreifen“, vermisste sie ein entsprechendes Angebot auch für die Kernstadt. „Da fehlt mir im Konzept ein Hinweis, wo der Klötzer hingehen kann“, so Ilka Speckhahn. Sie hätte sich im Konzept außerdem mehr Berücksichtigung für die Seniorenangebote in Klötze gewünscht. „Wir haben doch den Altmarksaal zum Feiern. Der gehört der Stadt“, griff Uwe Witte eine schon seit Jahren kursierende Idee auf, aus dem Altmarksaal ein Dorfgemeinschaftshaus für Klötze zu machen. Da eine Sanierung des Gebäudes ohnehin auf der Agenda der Stadt steht, können die Einwohner derzeit auch Vorschläge machen, wie das Gebäude künftig genutzt werden soll. Ein weiterer Punkt, der nach Ansicht der Ortschaftsräte nicht genügend beachtet wird, ist der Klimaschutz. Es werde zu viel mit „könnte“ und „vielleicht“ gearbeitet, dabei wäre es wichtig, im Konzept deutlich zu schreiben, dass zum Beispiel Dächer für Photovoltaik-Anlagen genutzt werden sollten und nicht landwirtschaftliche Flächen.

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