Aktivste Stadt gesucht

Im Juni war Klötze Gastgeber des Volkswandertages des Kreissportbundes. Nach der Gesundheitswanderung mit Stefan Lietze wurden die Muskeln gelockert.

Klötze - Von Peter Lieske. Vor drei Jahren wagte es Klötze zum ersten Mal: Die Stadt bewarb sich beim Bundeswettbewerb Mission Olympic. 98 Bewerber gab es damals. In die zweite Runde schaffte es die Stadt aus der Altmark aber nicht. Dieses Jahr ist das anders: Klötze ist eine von 29 Kandidatenstädten.

Das bedeutet: Nun genügt nicht mehr die Auflistung der besonderen Aktivitäten der Stadt, wie sie für die erste Runde nötig war. In dieser zweiten Runde sind Taten gefragt. Klötze ist eine Hochburg des Kraftsports. Sie hat den Titel pferdefreundliche Stadt erworben und sie strebt an, Kneippkurort zu werden. Zudem hat Klötze eine beispielgebende Wanderbewegung. Mit der Zinnberghalle, der Hegefeldsporthalle, dem Geschwister-Scholl-Stadion, zwei weiteren Sportplätzen, einer Tennisanlage, einer Reitsportanlage mit Reithalle, einem Waldbad mit Wettkampfbedingungen, einer Skateranlage und einem Trimm-dich-Pfad kann die Purnitzstadt bereits mit sportlichen Anlagen wuchern. Diese gilt es nun, mit sportlichen Initiativen zu bereichern.

Allein auf die Ortschaft Klötze entfallen 52 Übungsleiter, wurde im Antrag festgestellt, wie Hauptamtsleiter Christian Hinze-Riechers berichtete. In den Wettbewerb soll aber die gesamte Einheitsgemeinde – von SV Adler Jahrstedt bis SV Schwalbe Schwiesau – einbezogen werden. Mit welchen sportlichen Aktivitäten die Stadt punkten will, das muss sich noch zeigen. Und dazu bedarf es der Ideen aller. „Ich möchte alle Vertreter von Sportvereinen und weiteren Organisationen an einen Tisch holen“, kündigte Bürgermeister Matthias Mann am Sonnabend am Rande des Schlossfestes auf AZ-Anfrage an. Und auch der Kreissportbund, so der Hauptamtsleiter, soll mit ins Boot geholt werden. Immerhin ist Klötze die einzige und die erste Stadt der Altmark, die als Kandidatenstadt an dem Wettbewerb teilnimmt.

Wichtig sind den Veranstaltern, Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB) und Coca-Cola Deutschland, „kreative Ideen, die den Sport und die Bewegung nachhaltig fördern“. Es sollen Organisationen oder Mannschaften vorgestellt werden, die Menschen in Bewegung bringen oder halten. Das Engagement der Stadt kann mit 5 000 Euro belohnt werden.

Der Stadt bleiben nur noch knapp acht Wochen, denn bis zum 22. Oktober sollen die sportlichen Initiativen eingereicht sein. Hat Klötze Erfolg, dann würde sie Finalstadt werden und sich als solche um den Titel „Deutschlands aktivste Stadt“ bewerben. Dazu gibt es eine Prämie von 75 000 Euro für den Breitensport.

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