Vorschläge von Wilfried Schielke zur Mauergestaltung nicht mal beraten

Ärger über Ignoranz

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Der Klötzer Ortschaftsrat hat sich für die Gestaltung der Mauer mit einem Spatzennest und einer Spatzenmutter positioniert. Dass sich das Gremium mit seinem Vorschlag, der Mauer mit der Mühle und dem Rathaus die Klötzer Identität zu geben, so gar nicht beschäftigt hat, ärgert Wilfried Schielke.

Klötze. Das Thema Gestaltung der Mauer an der Gardelegener Straße ist wohl doch noch nicht ausgestanden. Zwar hatte sich der Klötzer Ortschaftsrat positioniert und sich für ein Spatzennest mit einer Spatzenmama im Anflug entschieden.

Aber obwohl im Ortschaftsrat nur über das eine Motiv gesprochen wurde, lagen doch mehrere Vorschläge vor.

Wilfried Schielke will, dass auch sein Vorschlag berücksichtigt wird.

Besonders Dr. Wilfried Schielke ist empört. Der Gründer des Freundeskreises Altmärkische Schweiz und Initiator der Schwiesauer Wassertretstelle hatte den Aufruf von Stadt und Ortschaftsrat, Ideen für die Gestaltung einzubringen, ernst genommen und eine ganze Mappe mit Vorschlägen entwickelt, die er bei Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Schmidt abgegeben hatte. Dass diese Vorschläge nun mit keinem Wort vom Ortschaftsrat gewürdigt und behandelt wurden, macht den Klötzer Arzt so richtig sauer. Seinem Ärger über die graue Betonwand hat Dr. Schielke inzwischen in einem zweiten Gedicht Luft gemacht. Aber er will nicht nur mit dichterischen Worten Kritik üben, betont der Dichter im AZ-Gespräch. Er möchte sich auch einbringen.

Das hatte Schielke schon bei mehreren Projekten in der Stadt gemacht. So bedauert der Klötzer immer noch, dass seine Idee, die Klötzer Wappeneiche als echten Baumstamm in der Kreiselmitte aufzustellen, nicht umgesetzt wurde und dort stattdessen eine Stahl-skulptur steht.

Stahl und Beton prägen nun auch die Mauer vor der Kita Spatzennest. Dazu kommt ein steinernes Beet vor der Mauer als weiteres graues Gestaltungselement. Wilfried Schielke ist das alles zu trist, er plädiert für Farbe. So sollten auf den beiden Stelen aus Beton und Stahl bepflanzte Blumenkübel für Farbe sorgen. Dass Klötze eine weltoffene Stadt ist, könnte auf den beiden Säulen durch Willkommensgrüße in mehreren Sprachen ausgedrückt werden, hat der Klötzer einen weiteren Vorschlag. Und auf der Mauer müssten unbedingt die Klötzer Wahrzeichen zu sehen sein, findet Dr. Schielke und denkt dabei an das Rathaus, vor allem aber an die Alte Mühle.

Dass der Ortschaftsrat über diese Gestaltungsvorschläge gar nicht beraten hat, will der engagierte Klötzer nicht hinnehmen. Die endgültige Entscheidung über die Mauergestaltung fällt im Stadtrat, der sich zuvor ein Votum des Ortschaftsrates einholen wollte. Auf den Stadtrat als Entscheidungsträger setzt jetzt auch Wilfried Schielke. Er hat Franz-Hermann Wegner gebeten, sich bei der nächsten Sitzung dafür einzusetzen, dass auch Schielkes Vorschlag in der Abstimmung noch Berücksichtigung findet.

Von Monika Schmidt

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