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Findling für den Frank-Platz

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Axel Hübner musste noch eine Menge Erde bewegen, bis der Findling endgültig zum Aufladen bereit war.
Axel Hübner musste noch eine Menge Erde bewegen, bis der Findling endgültig zum Aufladen bereit war. © privat

mm Klötze. Vor elf Monaten entdeckte Jürgen Lemke in der Nähe des Jagen 13 im Landesforst einen stattlichen Achat-Brekzien (wir berichteten).

Der Klötzer, der seit 36 Jahren Steine und Mineralien sammelt, hatte noch nie ein so großes Exemplar dieser Gesteinsart entdeckt und war entsprechend begeistert. Allerdings konnte er die genauen Ausmaße des Findlings nur abschätzen. „Zu sehen war nur eine kleine Fläche von acht mal zehn Zentimetern“, erklärte er. Vorsichtig legte Jürgen Lemke das Gestein, das von Moos und Sand bedeckt war, ein Stückchen weiter frei. „Mir hat es in dem Moment die Sprache verschlagen“, so Lemke. Das Geschenk aus der Eiszeit war nicht nur für ihn etwas Besonderes.

Dietmar Schulze vom Landesforst erteilte die Genehmigung, den Stein zu bergen. Das taten gestern Jürgen Lemke, Axel Hübner von der Stadtwirtschaft und Hauptamtsleiter Christian Hinze-Riechers. Denn Landesforst, Finder und Stadt waren sich schnell einig, dass der Stein öffentlich präsentiert werden soll. Der genaue Standort ist noch unklar. Das Rathaus und der Schulplatz waren zunächst im Gespräch. Inzwischen wird auf Anregung von Bürgermeister Matthias Mann der Adolph-Frank-Platz favorisiert. Der Achat soll auf einen Sockel gestellt werden und könnte dann jederzeit von interessierten Passanten betrachtet werden.

Über die tatsächlichen Ausmaße des Findlings war das Bergeteam gestern dennoch überrascht. Ging Finder Jürgen Lemke zunächst von einer Größe von 80 Zentimetern Länge und 45 Zentimetern Breite aus, stellte sich nach dem endgültigen Ausgraben des Steines heraus, dass er exakt 94 Zentimeter lang, 51 Zentimeter breit und 78 Zentimeter hoch ist. Die Erde hatte ihren Schatz bis gestern gut verborgen. Etwa 400 Kilogramm ist der Stein schwer.

Beim ersten Bergungsversuch löste sich der Tragegurt und erwischte Jürgen Lemke an der Nase. Doch die Begeisterung über die noch größeren Ausmaße des Fundstücks ließ ihn die Schmerzen vergessen.

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