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Auf der Abstimmung beharrt

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Von: Monika Schmidt

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Einstimmig unterstützten die Mitglieder der UWG-Fraktion den Antrag ihres Fraktionsvorsitzenden Marco Wille (l.), der die Verwaltung um Prüfung bat, ob das Kunrauer Bad über die Biogasanlage beheizt werden kann. Auch der neue Bürgermeister Uwe Bartels (r.) ist seit Jahren ein Verfechter dafür. Foto: Schmidt
Einstimmig unterstützten die Mitglieder der UWG-Fraktion den Antrag ihres Fraktionsvorsitzenden Marco Wille (l.), der die Verwaltung um Prüfung bat, ob das Kunrauer Bad über die Biogasanlage beheizt werden kann. Auch der neue Bürgermeister Uwe Bartels (r.) ist seit Jahren ein Verfechter dafür. © Schmidt

Kunrau. Marco Wille, Fraktionsvorsitzender der UWG im Klötzer Stadtrat, hatte die Altmark-Zeitung gründlich gelesen.

Bürgermeister Matthias Mann hatte auf AZ-Anfrage, warum denn die Beheizung des Kunrauer Freibades von der Stadt nicht bei der LAG beantragt wurde, geantwortet, dass es keinen Antrag der UWG dafür gegeben hätte. Diesen holte der UWG-Fraktionsvorsitzende bei der Zusammenkunft des Stadtrates im Kunrauer Schloss nach.

Marco Wille beantragte, dass die Verwaltung in Vorbereitung der Prioritätenliste der LAG Rund um den Drömling prüfen soll, ob die Stadt den Antrag stellen kann, das Bad in Kunrau zu ertüchtigen und an die vorhandene Biogasanlage anzuschließen, um eine Beheizung des Freibadwassers möglich zu machen. „Die Verwaltung soll prüfen, ob das möglich ist“, so die Bitte. Wille erinnerte daran, dass eine bereits vorliegende Kostenschätzung ergeben hatte, dass 130 000 Euro investiert werden müssten. Bei einer Förderung aus dem Leaderprogramm bliebe für die Stadt Klötze ein Eigenanteil von 30 000 Euro, rechnete er vor. „Wir sollten das prüfen und ernsthaft angehen“, bat Wille. Für das Haushaltsjahr 2017 oder folgende sollte die Beheizung eingeplant werden.

Nachdem es zunächst schien, als würde der Antrag verpuffen, meldete sich im Verlauf der Anfragen von Stadträten der Kunrauer Ortsbürgermeister Uwe Bock zu Wort, um die Bedeutung der Freibadbeheizung noch einmal zu untermauern. Er erinnerte daran, dass die UWG bereits im vergangenen Jahr den Antrag gestellt hatte, die Badbeheizung in den Haushalt 2016 aufzunehmen. Damals wurde gesagt, dass noch einiges zu prüfen sei und die Heizung für 2017 in den Haushalt aufgenommen werde, berichtete Uwe Bock von Gesprächen mit Bürgermeister und Verwaltung. Nun sehe es so aus, dass auch 2017 nicht mit der Aufnahme in den Etat zu rechnen ist. „Wir haben schon mal fünf Jahre etwas verpasst, weil Leute dagegen waren, dass die Biogasanlage an die Schule angeschlossen wird“, erinnerte Bock. Der Kunrauer Ortschaftsrat hatte sich schon vor Jahren dafür ausgesprochen, die Abwärme der Biogasanlage zu nutzen, um Schule und Sporthalle zu beheizen. Aber erst nach Jahren sei der Vorschlag umgesetzt worden.

Uwe Bock bat den Stadtrat, nun schneller zu handeln. „Für die Orte, die nicht Klötze heißen,“ so Uwe Bock, möge der Stadtrat bitte auch Entscheidungen treffen. Denn auch die UWG schaue über den Tellerrand, betonte er und erinnerte daran, dass es zuerst der Vorschlag von Hans-Jürgen Zeitz aus Immekath gewesen sei, eine Toilette am Busbahnhof in Klötze zu installieren.

Horst Wienecke bestand schließlich darauf, dass über den UWG-Antrag auch abgestimmt wird. „Wir haben schon mal einen Antrag gestellt“, erinnerte er. Schon mal sei der Beschluss über den Antrag nicht gefasst worden. Das solle nicht wieder geschehen. Deshalb forderte er eine Abstimmung ein.

Die sah Hauptamtsleiter Christian Hinze-Riechers nicht für nötig. „Die Verwaltung soll das prüfen. Das machen wir und sagen dem Stadtrat dann Bescheid“, erklärte er zum Umgang mit dem UWG-Vorschlag.

Doch Horst Wienecke beharrte auf einer Abstimmung: „Im Protokoll soll stehen, der Stadtrat ist dafür“, wünschte er sich. „Der Stadtrat soll beschließen, dass der Antrag der UWG von der Verwaltung geprüft wird“, so sein Vorschlag zur Beschlussformulierung. „Und was genau soll geprüft werden?“, wollte Stadtratsvorsitzender Klaus Ewertowski noch einmal konkret wissen. „Die Möglichkeit zur Beheizung“, so die Antwort des Steimkers.

Bei drei Nein-Stimmen und vier Enthaltungen wurde der Antrag von Horst Wienecke mehrheitlich vom Stadtrat angenommen.

Von Monika Schmidt

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