Kulturklub Drömling öffnete den Schlosskeller auch ohne Ulla Meinecke / Zwei Bands sprangen ein

Absage wird zur tollen Ersatz-Party

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Julia Lehne wollte am Wochenende ohnehin mit Mario Fischer gemeinsam singen. Daraus wurde spontan ein Auftritt im Schlosskeller, bei dem viele Oldies angestimmt wurden.

Kunrau. Aus einem ausgefallenen Konzert machte der Kulturklub Drömling am Sonnabend im Kunrauer Schlosskeller eine tolle Party. Denn trotz der Absage von Ulla Meinecke – sie konnte wegen einer Erkrankung nicht auftreten – öffnete der Kulturklub Drömling (KKD) die Pforten seines Schlosskellers.

Das Konzert Meineckes wird aber am 22.April nachgeholt. 

M.A.D. Experience sagte kurzfristig zu. Vor allem Sänger Mario Kolbe beeindruckte beim Auftritt.

So sorgten nun befreundete Musiker sorgten für die musikalische Umrahmung. Den Anfang machte das Duo Hot Sugar aus Leipzig. Die Sängerin Julia Lehne dürfte vielen noch gut in Erinnerung sein, sie trat schon mit anderen Projekten in Kunrau auf, zum Beispiel mit der Band Angel‘s Share, aber auch an der Harfe. Mit ihr stand am Sonnabend Mario Fischer auf der Bühne. Er sang ebenfalls und bediente die Tasteninstrumente. Mit Coversongs bekannter Musiker wie „Halleluja“ des kürzlich verstorbenen Sängers Leonard Cohen, „Black Velvet“ von Alannah Myles, aber auch mit Titeln von Phil Collins und Marius Müller-Westernhagen begeisterten die beiden Musiker das Kunrauer Publikum. Egal ob Oldies, aktuelle Songs oder Wunschtitel – die Leipziger hatten ein großes Repertoire.

Schnell kam Wunderkerzen-Stimmung im Kunrauer Schlosskeller auf. Vor allem Vereinsmitglieder waren trotz Absage gekommen.

Nach der Pause betrat die Band M.A.D. Experience aus Brome und Isenbüttel die Schlosskellerbühne. Mit Rock und Blues spielte sich das Trio in die Herzen der Gäste. Besonders die Stimme des jungen, erst 23 Jahre alten Sängers Mario Kolbe hinterließ einen bleibenden Eindruck. So lobte KKD-Vorsitzender René Schneider die schon sehr ausgereifte Stimme des Sängers. „Aus dem wird bestimmt noch mal etwas Großes“, prophezeite Schneider. Die Band selbst gibt es erst seit drei Monaten. Zu ihr gehören Mario Kolbe aus Isenbüttel (Gitarre & Gesang), Alain Soubercaze aus Brome am Schlagzeug und David Evang aus Brome (Gitarre & Background). Der Name der Band setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der Musiker zusammen. Vom Publikum gab es für den gelungenen Auftritt viel Beifall.

René Schneider freute sich besonders, dass es so kurzfristig gelungen ist, Ersatz für Ulla Meinecke zu finden. Dabei kam ihm ein bisschen der Zufall zu Hilfe: Alain Soubercaze ist selbst Mitglied im Kulturklub und konnte seine Bandkollegen überzeugen, kurzfristig aufzutreten.

Von Wolfram Weber

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