Wertsteigerung für Grundstücke im Sanierungsgebiet

Mit Ablöse neue Projekte finanzieren

Babett Riel von der Saleg erläuterte im Stadtrat die Wertsteigerung der Grundstücke im Sanierungsgebiet. Foto: Schmidt

Klötze. Wer im Sanierungsgebiet des Klötzer Stadtkerns wohnte, blieb bislang von Straßenausbaubeiträgen verschont. Das ändert sich künftig.

Die Mitglieder des Stadtrates gaben bei ihrer jüngsten Sitzung grünes Licht für die Erhebung von Ausgleichsbeiträgen für die Grundstücke im Sanierungsgebiet.

Bereits seit August liegt in der Stadt eine entsprechende Bewilligung für dieses Verfahren vor. „Es hat den Charme, dass die Mittel so bis 2017, wenn die Städtebauförderung ausläuft, wieder eingesetzt werden können“, erläuterte Bürgermeister Matthias Mann den Stadträten. Vorteil für die Grundstückseigentümer: Es werden Abschläge gemacht, so dass, wer bereits im kommenden Jahr zahlt, 20 Prozent der Kosten sparen kann. 2017 sind die Ausgleichsbeiträge dann ohne Abschlag fällig.

Dass die Anlieger des Sanierungsgebiets nun auch für die Maßnahmen bezahlen müssen, hängt vor allem mit den verbesserten Bodenrichtwerten zusammen, die es durch die verschiedenen Sanierungsarbeiten für die Grundstücke gibt. Wie Bürgermeister Matthias Mann erläuterte, sollen alle betroffenen Grundstückseigentümer angeschrieben werden, um ihnen das genaue Verfahren zu erläutern. Erklärt wird zudem, dass „wer ablöst, trotzdem weiter in den Genuss von Fördermitteln kommen kann“, informierte der Bürgermeister weiter.

Betroffen von dem Verfahren sind in einem Gebiet von 40 Hektar innerhalb der Stadt etwa 500 Grundstücke, erläuterte Babett Riel vom Sanierungsträger Saleg. Errechnet wurde ein Investitionsvolumen von 41,50 Euro pro Quadratmeter für die Grundstücke. Sie haben durch die umgesetzten Maßnahmen im Rahmen der Stadtsanierung in den vergangenen Jahren eine Wertsteigerung von drei bis sieben Euro erfahren, rechnet die Vertreterin der Saleg vor.

Das Geld, das durch die Ablösebeiträge eingenommen wird, soll für die letzten geplanten Maßnahmen im Rahmen der Stadtsanierung in Klötze verwendet werden: die Umgestaltung des Busbahnhofs, die Sanierung des Schustergrabens, die Sanierung der Purnitz zwischen Sandfang und Bahnhof sowie der Bau eines Regenrückhaltebeckens.

Von Monika Schmidt

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