Würzburger Firma rückt dem Schädling mit spezieller Technik zu Leibe

Eichenprozessionsspinner in Klötze: 3200 Bäume werden behandelt

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Am Klötzer Waldbadgelände beginnt in dieser Woche die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners. Eine Würzburger Firma wird die Maßnahme im Klötzer Stadtgebiet erledigen.

Klötze. Ab heute wird der Eichenprozessionsspinner in den Orten der Einheitsgemeinde Klötze bekämpft. Darüber informierte auf Nachfrage der Altmark-Zeitung Gordon Strathausen vom städtischen Ordnungsamt.

In Spezialanzügen werden die Schädlinge nicht nur mit Chemikalien bekämpft, sondern auch an den Bäumen abgesaugt.

„Es muss 36 Stunden trocken sein, um den Eichenprozessionsspinner auch fachgemäß zu bekämpfen“, sagte Strathausen. Eine Würzburger Firma ist bereits seit einigen Tagen im Raum Salzwedel unterwegs, um den Schädling chemikalisch zu bekämpfen. „Ab Montag fangen wir im Raum Klötze an“, betonte der Vorarbeiter. In der Kernstadt selbst wird die chemische Bekämpfung des Schädlings, der beim Menschen Haut- und Atemnoterkrankungen verursachen kann, im Bereich des Waldbades und Tiergeheges vorgenommen. Aber auch in den anderen Dörfern der Kommune sind die Würzburger Spezialisten unterwegs und behandeln den Eichenprozessionsspinner. Doch nicht nur die chemische Bekämpfung der Raupe ist geplant. Auch das Absaugen mit einer Spezialtechnik an besonders bedrohten Stellen ist vorgesehen, wie ein Mitarbeiter des Unternehmens sagte. „In der ersten Maiwoche beginnt das sogenannte Larvenstudium des Eichenprozessionsspinners. Aus diesem Grund beginnt in dieser Woche auch die Raupen-Behandlung und -bekämpfung“, informierte Gordon Strathausen.

Neben dem Klötzer Waldbad und dem Tiergehege sind der Wenzer Sportplatz und die Bäume am Wohnblock in der Nähe des Dorfgemeinschaftshauses im Dorf Einsatzorte der Würzburger Fachmänner. An der Straße zwischen Trippigleben und Quarnebeck, im Bereich Kusey, Schwarzendamm und Altferchau sowie auf dem Gelände des Kuseyer Hortes sollen die Schädlingsbekämpfer ebenfalls ihren Dienst verrichten. Weitere Stationen sind die Ländlichen Wege zwischen Neuendorf und Jemmeritz, zwischen Röwitz und Kusey sowie der Steimker Weg in Jahrstedt. Aber auch der Mühlenweg von Trippigleben nach Quarnebeck und weiter in Richtung Jeggau sind die Ziele der Würzburger. Insgesamt, so Gordon Strathausen, werden etwa 3200 Bäume in der Einheitsgemeinde behandelt, Die Stadt lässt sich das immerhin 12 000 Euro kosten.

Wie Altmarkkreis Salzwedel informierte, beginnt am kommenden Freitag auch die aviochemische EPS-Bekämpfung aus der Luft. Der Flieger wird dabei insgesamt über 30 Gemarkungen in der westlichen Altmark ansteuern. In der Einheitsgemeinde Klötze sind das die Gemarkungen Kunrau, Böckwitz, Röwitz, Kusey und Wenze.

Von Henning Lehmann

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