Musikalische Veranstaltung fehlte im Vorjahr / Lesungen kamen gut an

2018 wieder mit Hofkonzert

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Klötzes Bibliotheksleiterin Iris Wienecke ist mit den Ausleihzahlen für 2017 zufrieden. Durch zahlreiche Neuanschaffungen konnte der Bestand verjüngt werden, was die Leser mit 30 827 Entleihungen dankten.

Klötze. Für ihr letztes Arbeitsjahr in der Klötzer Stadt- und Kreisbibliothek vor dem Ruhestand hat sich Bibliotheksleiterin Iris Wienecke noch zwei Ziele gesetzt: „Es soll in diesem Jahr unbedingt wieder ein Hofkonzert geben“, so ihr Wunsch.

Die Veranstaltungsreihe, die vom inzwischen aufgelösten Klötzer Heimatverein ins Leben gerufen worden war, hatte durch die Mischung aus Musik, leckeren Kuchen und dem bei schönem Wetter idyllischen Ambiente im Hof der Bibliothek viele Besucher begeistert. „Das hat im vergangenen Jahr gefehlt“, schätzt die Bibliotheksleiterin ein. Trotzdem ist die Zahl der Veranstaltungen in der Bibliothek gegenüber dem Vorjahr von 81 auf 97 gestiegen. Dazu zählten 2017 auch einige Lesungen, auf die die beiden Bibliotheksmitarbeiterinnen zurückblicken können. „Vor allem die Lesung mit Hans-Günter Pölitz über seine Radiokolummen und die Veranstaltung mit Heike Schroll, die die Altmarkkrimis schreibt, kamen gut an“, schätzt Iris Wienecke ein. Ilka Prager, die die Kinderbibliothek verantwortet, denkt besonders gern an die Lesungen mit den Kinderbuchautoren Wolfram Eicke und Johannes Groshupf zurück. In Erinnerung geblieben ist beiden auch Bruno Blume, schon deshalb, weil er seine Lesungen barfuß absolviert und damit viele Fragen der Kinder provoziert.

„Es wird auch in diesem Jahr wieder Lesungen geben“, kündigt Iris Wienecke an. Allerdings ist es nicht so einfach, namhafte Autoren zu Lesungen nach Klötze zu holen, weil diese gern vor einem größeren Publikum lesen. Trotzdem hofft die Bibliotheksleiterin für 2018 eine Lesung mit Landolf Scherzer organisiert zu bekommen. der mit seinem Buch „Der Erste“ über den Ersten Sekretär der SED-Kreisleitung, Hans-Dieter Fritschler, den er im November 1986 vier Wochen lang begleitete, bekannt geworden ist. Scherzer hat sechs Wochen lang Kuba erkundet. Dort traf er einen Tag vor dem Tod Fidel Castros ein und erlebte ein Land in tiefer Trauer und in einem großen Umbruch. Reisereportagen sind seit jeher bei Klötzer Lesern ein Renner.

Gelobt wurde von vielen Nutzern der Bibliothek im vergangenen Jahr, so informiert Iris Wienecke, dass zahlreiche Neuanschaffungen getätigt werden konnten. Das Regal mit den aktuellen Büchern ist bei den Nutzern der größte Anziehungspunkt. Zu den Rennern bei der Ausleihe gehörten bei den Erwachsenen weiterhin Krimis, „der neue Follett ist fast immer weg und vorbestellt.“ Aber auch die Neuanschaffungen bei der leichten Literatur, bei den dicken Historiengeschichten und bei den Sachbüchern haben ihren festen Leserstamm.

2017 waren in der Bibliothek 947 Benutzer aktiv, davon 202 bis zwölf Jahre und 123 über 60 Jahre. 12 403 Besuche wurden registriert, 30 827 Medien wurden dabei ausgeliehen.

Von Monika Schmidt

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