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Senioren aus Kusey und Immekath produzieren 187 Gläser mit Pflaumenmus

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Von: Wolfram Weber

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Werner Schucht rührt das Pflaumenmus um.
Pflaumenmus muss mehrere Stunden ständig gerührt werden. Dabei half Werner Schucht mit. © Wolfram Weber

Kusey – Dass in der Zubereitung von Pflaumenmus richtig viel Arbeit steckt, wissen heutzutage nur noch die Älteren. Die Jüngeren bedienen sich zwar gerne aus den Gläsern, um die Leckerei zu essen, kennen sich mit der Zubereitung aber nicht aus. Deshalb ist es umso wichtiger, dass sich einige Senioren immer noch die Mühe machen, Pflaumenmus zu kochen und diese Tradition auch in der Familie weiterzugeben.

So wie bei Familie Giggel in Kusey, wo das gemeinsame Pflaumenmuskochen schon eine lange Tradition hat. Allerdings ruhte die Tradition einige Jahre. Entweder gab es eine schlechte Ernte oder, wie in den vergangenen beiden Jahren, kam mit Corona eine Pandemie dazwischen.

In diesem Jahr konnte es nun wieder losgehen: Die drei Bäume haben reichlich getragen. Zunächst starteten befreundete Familien mit der Ernte der Pflaumen im Garten von Doris und Albert Giggel. Dabei bekamen die Frauen Unterstützung von Günter Kuhrs und Werner Schucht. Insgesamt kamen zwölf Eimer Pflaumen zusammen. Am nächsten Tag widmeten sich dann Erika Damke, Astrid Kuhrs, Evelin Schucht, Renate Dettmer und Doris Giggel dem Entsteinen der Früchte. Gekocht wurde das Pflaumenmus in diesem Jahr bei Waltraud und Heinz Wapenhans in Immekath.

Dazu trafen sich alle am nächsten Vormittag in Immekath. Nachdem der Waschkessel mit Holz angeheizt war, kamen die Pflaumen in den Kessel. Insgesamt wurden zwölf Eimer Pflaumen aus Immekath und Kusey verwendet. Für den guten Geschmack dürfen unreife Walnüsse mit einer noch grünen Schale nicht fehlen. Sechs Stück wurden dazugegeben.

Nun musste die Masse unter ständigem Rühren, damit nichts anbrennt, für einige Stunden gekocht werden. Erst kurz vor dem Ende kam dann noch etwas Zucker hinzu. Da die Früchte schon viel Fruchtzucker enthielten, brauchten nur acht Kilogramm Zucker dazu gegeben werden, erzählten die Pflaumenmusexperten. Bis zum Mittag kochte das Pflaumenmus im Kessel, dann wurde die aufwendig produzierte Leckerei – noch heiß – in 187 Gläser abgefüllt.

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