Elternversammlung mit PVGS, Stadt und Ämtern

Mit zwei Schulbussen nach Kalbe: Grundschul-Umbau in Brunau ab Februar

In Absprache mit dem Landkreis durfte trotz Corona in der Brunauer Kirche am Dienstag eine Elternversammlung stattfinden. Unter anderem informierten PVGS-Geschäftsführer Ronald Lehnecke (v. l.) und Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth über die Abläufe wie Essensversorgung und Busfahrten nach Kalbe während des Umbaus der Grundschule.
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In Absprache mit dem Landkreis durfte trotz Corona in der Brunauer Kirche am Dienstag eine Elternversammlung stattfinden. Unter anderem informierten PVGS-Geschäftsführer Ronald Lehnecke (v. l.) und Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth über die Abläufe wie Essensversorgung und Busfahrten nach Kalbe während des Umbaus der Grundschule.

Brunau – Die Bauzeit werde eineinhalb Jahre betragen, informierte am Dienstagabend Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth die Eltern der Brunauer Grundschüler.

In der Kirche fand eine Versammlung statt, in der die Familien über die im Februar startenden Baumaßnahmen an der Grundschule und alle damit verbundenen Änderungen für sie und ihre Kinder informiert wurden. Viele Fragen waren allerdings schon im Vorfeld beantwortet.

Denn im Vorfeld der Versammlung hatten die Eltern einen Fragen-Antwort-Katalog erhalten, in dem viele ihrer zuvor gesammelten Fragen vom Bürgermeister beantwortet wurden. Trotzdem gab es noch Details zu klären, zur Seite standen Ruth am Dienstag Vertreter der PVGS, des Schulamtes, der Schulleitung und des Hortes sowie seiner Fachämter.

Künftig werden die Kinder um 7.20 Uhr von zwei eigens für sie bereitgestellten Schulbussen an der Jeetzer Straße abgeholt. Denn die Bushaltestelle von der Kleinen Dorfstraße wird aufgrund der Baumaßnahmen dort an die ehemalige Speisewirtschaft verlegt. Im Antrag für diese Verlegung werde auch stehen, dass im Haltestellenbereich möglichst eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h eingerichtet werden soll. Das war ein Wunsch, den Eltern geäußert hatten. Ob das Tempolimit aber genehmigt wird, steht noch aus. Die Unterstellmöglichkeit der Speisewirtschaft können die Kinder aus Haftungsgründen – ein Privatgrundstück – nicht nutzen, eine Alternative ist auch in Prüfung. Die Kinder erhalten eine Chipkarte als Fahrkarte, die ausschließlich für die Schulbusse gilt. Die PVGS bietet für die Kinder, die noch nie zuvor Bus gefahren sind, ein Busfahrtraining an.

Um 13.20 Uhr werden die Kinder von ihren Schulbussen wieder nach Brunau bzw. nach Hause gebracht. Es sei denn, sie gehen in den Hort in Kalbe.

Die Stadtverwaltung hatte eine Abfrage bei den Eltern gemacht, wie viele Kinder den Hort in Kalbe nutzen würden. Von aktuell 53 Hortkindern werden 13 ihn nicht nutzen. 27 Eltern gaben an, ihn nur zu nutzen, wenn die Stadt die Hortbusse zahlt. Denn diese sind keine Schulbusse, weswegen die Eltern die Fahrtkosten selbst tragen müssen. Im Stadtrat Anfang Februar wird geklärt, ob die Kommune diese Kosten noch zusätzlich zu den Bauarbeiten bezahlt oder nicht. Ruth machte allerdings darauf aufmerksam, dass dafür keine Pflicht bestände und der Stadtrat für die Hortkinder in Jeetze, Kalbe und Kakerbeck, egal ob regulär und während Bauphasen, nie Hortbusse bezahlt hat. Wer den Hort in Brunau nutzt, aber den in Kalbe nicht, kann sein Kind ohne Kündigungsfristen abmelden. Der Ferienhort wird voraussichtlich in der Brunauer Kita sein. Für einen Frühhort müssen mindestens fünf Kinder angemeldet werden. Die Erst- bis Drittklässler aus dem Jeetzer Hort können diesen weiterhin besuchen.

Die Eltern wurden außerdem noch darüber informiert, dass die Kinder im Speisesaal der Grundschule Kalbe essen, dass zunächst morgens eine Betreuung an der Bushaltestelle gesichert ist und sie, falls Bedarf besteht, dauerhaft sein wird.

Am 15. Februar 2021 soll die Schulzeit der Brunauer Grundschüler in Kalbe beginnen. Der Grundschulumbau wird seit 2017 mit mehrmaligen Anpassungen geplant und ist mit – vorläufigen – 1,1 Millionen Euro die zweitteuerste Bauinvestition der Einheitsgemeinde.

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