Platz am Kulturhaus Kalbe keine dunkle Ecke mehr

Die Zeder leuchtet nun festlich

Beleuchtete Zeder am Kulturhaus in Kalbe
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Eine Lichterkette schmückt seit Kurzem die Zeder am Kulturhaus in Kalbe. Mehrere Akteure kamen zusammen, um den Weihnachtsschmuck zu ermöglichen, denn es musste auch eine Stromsäule gebaut werden.
  • Hanna Koerdt
    VonHanna Koerdt
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Dunkel und wenig einladend war es sonst in der Weihnachtszeit immer auf dem Platz vor dem Kalbenser Kulturhaus. Doch seit Kurzem leuchtet dort die große Zeder unweit des Haupteingangs des mächtigen Gebäudes. Möglich wurde das durch mehrere Akteure und Spenden.

Kalbe - Eigentlich plante der Altmärkische Tourismusverein Kalbe in diesem Jahr wieder die Burgweihnacht und stellte 2020 dafür einen Antrag auf Bezuschussung aus dem Ortsbudget beim Ortschaftsrat Kalbe. Doch coronabedingt konnte der Verein die Burgweihnacht erneut nicht stattfinden lassen, erklärt die Vorsitzende Melissa Schmidt. „Wir haben alle überlegt, was wir stattdessen mit dem Geld machen könnten“, erzählt Schmidt, allerdings mit dem Gedanken „was können wir nachhaltig machen“. Es sollte nicht darum gehen, Süßigkeiten-Päckchen an Kinder zu verteilen, sondern das Geld sollte in eine Maßnahme fließen, die Bürgern wie auch dem Tourismus dient.

Heike Büttner, Mitarbeiterin des Kalbenser Bauhofes, hatte die Idee, den Kulturhausplatz endlich auch weihnachtlich zu schmücken, und zwar mit einer Lichterkette und die Zeder, die dort zentral wächst. Auch eine zweite Idee stand im Raum, nämlich den Tourismusstützpunkt an der Straße der Jugend, der sich am alten Anglerheim in der Kurve befindet, modern herzurichten, berichtet Melissa Schmidt. Diese Maßnahme möchte der Tourismusverein im kommenden Jahr umsetzen, favorisiert wurde aber zunächst die Lichterkette. „Auch Heiko Gabriel als Kalbes Ortsbürgermeister fand die Idee gut“, so Schmidt.

Das Ortsbudget für die Burgweihnacht, 620 Euro, wurde dafür umgewidmet, der Tourismusverein gab noch ein Drittel des Gesamtpreises der Lichterkette aus Eigenmitteln hinzu. Zusätzlich engagierte sich Kalbes Bauamtsleiter Thomas Kräuter für die Umsetzung des Vorhabens, der verschiedene Sponsoren, insbesondere Bau- und Energieunternehmen, ansprach, die Geld, insgesamt 1950 Euro, spendeten. Denn für die Lichterkette wurde eine Stromsäule gebaut. Denn sonst hätte sie nicht angebracht werden können, da der Anschluss nur über ein Verlängerungskabel ins Kulturhaus möglich gewesen wäre, was aber „versicherungs- und fachtechnisch schwierig gewesen wäre“, erklärt Melissa Schmidt. Mit den zahlreichen Spenden der Betriebe konnte die Stromversorgung geschaffen werden.

Die Kette soll das ganze Jahr über auch am Baum bleiben, damit die Stadt sie nicht jedes Jahr aufs Neue mühsam anbringen muss. Leuchten soll sie allerdings nur zur Weihnachtszeit als „schöner Licht- und Blickfang“ auf dem Platz, freut sich Melissa Schmidt.

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