„Wirklich wehren können wir uns nicht, aber…“

Kahrstedt - Von Conny Kaiser. In der Region Kahrstedt/Vietzen/Jeetze existiert bereits ein Windpark. Doch dessen Rotoren sind im Vergleich zu denen, die da für die Zukunft angedacht sind, vergleichsweise klein. Vor Ort sollen durch einen Investor bereits Verhandlungen mit den Landeigentümern geführt worden sein.„1 000 Meter sind Bedingung.“ Das sagt Kahrstedts Ortsbürgermeister Uwe Wolff, wenn es um den Abstand zwischen der Ortslage und den neuen in der Gemarkung geplanten Windkrafträdern geht. Von acht bis 13 neuen Rotoren ist da die Rede.

Bereits jetzt existiert ganz in der Nähe von Kahrstedt und dem ehemaligen Ortsteil Vietzen, größtenteils aber in der Gemarkung des angrenzenden Dorfes Jeetze, ein Windpark mit 20 vergleichsweise kleinen Rotoren (Foto). Doch soll die dortige so genannte Vorrangfläche für Windenergie im Rahmen der altmärkischen Regionalplanung noch einmal deutlich vergrößert werden. So jedenfalls sieht es der derzeitige Enwurf vor. Und genau dieser hat nun erneut die Investoren angelockt. Sie sollen nach Angaben von Ortsbürgermeister Wolff auch schon mit Eigentümern entsprechender Flächen verhandelt haben. Die Kommune selbst sei auch gefragt worden, ob sie Flächen im so genannten Vorranggebiet verkaufe. „Wirklich wehren können wir uns gegen einen solchen Windpark nicht, aber wir können ein paar Bedingungen stellen“, so Wolff im Hinblick auf den Abstand zur Wohnbebauung, der auf jeden Fall größer werden solle als der Abstand zum bereits existierenden Windpark. Zumal von Rotoren mit einer Nabenhöhe von knapp 140 Metern die Rede sei.

Die Firma WPD indes, die als einer der potenziellen Investoren im Gespräch ist, mochte dies bislang noch nicht bestätigen. Wie Pressereferent Christian Schnibbe gestern auf Anfrage der Altmark-Zeitung deutlich machte, wisse bislang niemand, in welcher Form die so genannte Vorrangfläche für Windenergie am Ende wirklich ausgewiesen werde. „Daher kann man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht über eine endgültige Planung sprechen. Wir müssen wie alle Firmen auf den Beschluss der Regionalplanung warten“, so der Mann von der WPD.

Bei ihr übrigens handelt es sich um jenes Unternehmen, dass auch zwischen Wiepke und Schenkenhorst investieren will, dort allerdings auf zum Teil erheblichen Widerstand stößt (wir berichteten mehrfach).

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