Erste Überlegungen für Teilumnutzung

Wird aus der Kirche in Neuendorf am Damm eine Fahrradkirche?

Kirche
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Die Kirche in Neuendorf am Damm ist von Schädlingen befallen und muss saniert werden. Dazu werden Fördermittel benötigt.
  • Ina Tschakyrow
    VonIna Tschakyrow
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Die Kirche in Neuendorf am Damm muss saniert werden. Dafür werden Fördermittel benötigt und für deren Bewilligung ein Konzept für eine Teilumnutzung. Erste Überlegungen, wie die Nutzung als Fahrradkirche, gibt es bereits.

Neuendorf am Damm – In der Kirche in Neuendorf am Damm fanden in den vergangenen Jahren bisher nur kirchliche Veranstaltungen wie Gottesdienste, Taufen, Trauerfeiern und kirchliche Feiertage statt. Könnte aus dem Gebäude künftig aber eine Fahrradkirche werden? Der geplante Radweg zwischen Kalbe und Bismark soll an der Ortschaft vorbeiführen, deswegen sei eine Fahrradkirche eine von mehreren Überlegungen, erklärt der zuständige Pfarrer Michael Schuft auf Nachfrage der Altmark-Zeitung dazu, wie die Kirche zukünftig genutzt werden kann.

Im September gab es dazu ein erstes Treffen des Pfarrers mit einem Architekten, dem Baureferenten des Kirchenkreises Stendal Dirk Zaske, mit Vertretern des Gemeindekirchenrates und Neuendorfs Ortsbürgermeister Jürgen Schulz.

Für die Kirche ist eine Teilumnutzung notwendig, damit eine Sanierung möglich wird. Für diese Sanierung werden Fördermittel benötigt, deren Bewilligung wahrscheinlicher ist, wenn ein Konzept für eine Teilumnutzung erstellt wird. Das Holz des Dachstuhls und der Deckenkonstruktion des Gotteshauses ist von unterschiedlichen Schädlingen befallen und dadurch beschädigt. Die Kirche darf deswegen nicht mehr betreten werden, weswegen auch seit Längerem keine kirchlichen Veranstaltungen mehr stattfinden. Die Kosten belaufen sich etwa auf eine halbe Million Euro. Auch die Kirche in Karritz muss saniert werden. Das Dach ist marode. Die Kosten sind zwar geringer, aber auch hierfür werden Fördermittel benötigt.

Künstlerstadt Kalbe hat Pläne

Wie Michael Schuft weiter erklärt, gab es auch ein Gespräch mit dem Verein Künstlerstadt Kalbe, der Ideen geäußert hat, den Kirchenraum mitzubenutzen. Welche Ideen das sind, könne derzeit aber noch nicht gesagt werden, informiert die Vereinsinitiatorin Corinna Köbele. Details dazu können voraussichtlich erst Anfang des nächsten Jahres geäußert werden. Es werden zudem weitere Überlegungen verfolgt, teilt Michael Schuft weiter mit. Derzeit gibt es in der Region nur wenige Kirchen, die über die kirchlichen Veranstaltungen hinaus genutzt werden. Der Pfarrer erzählt, dass der Architekt als Beispiel die Nikolaikirche in Gardelegen nannte, die unter anderem für Konzerte genutzt wird, aber kirchlich entwidmet wurde. Die Kirche in Warmsdorf, die allerdings eine Ruine war, wird als Pension genutzt. Solche Pläne gibt es für Neuendorf am Damm aber nicht, ergänzt der Pfarrer. Derzeit steht noch nicht fest, wie die Kirche zukünftig genutzt werden soll. Allerdings werde der Innenbereich der Kirche nach der Sanierung „freier und offener“ gestaltet, aber auch so, dass die Gemeinde die Kirche weiterhin für Gottesdienste nutzen kann, so der Pfarrer. Im Frühjahr gibt es eine weitere Besprechung. Demnächst wird das Ausmaß für den Dachstuhl vorgenommen. Dazu müssen Stege gelegt werden, damit dieser sicher betreten werden kann, erklärt Michael Schuft. Das Konzept für die Teilumnutzung und damit auch die Beantragung der Fördermittel wird erst im nächsten Jahr möglich sein.

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