Bebauungsgebiet lange geplant

„Wir arbeiten darauf hin“ – Anfragen für Bauflächen in Kalbe steigen

Ein Wohnbaugebiet in Kalbe soll zwischen Eugenie-Schildt-Straße, Siedlungsweg und In der Salzwiese entstehen. Doch es ist ein langer Weg bis zur Realisierung, da viele Voraussetzungen geschaffen werden müssen.
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Ein Wohnbaugebiet in Kalbe soll zwischen Eugenie-Schildt-Straße, Siedlungsweg und In der Salzwiese entstehen. Doch es ist ein langer Weg bis zur Realisierung, da viele Voraussetzungen geschaffen werden müssen.
  • Hanna Koerdt
    vonHanna Koerdt
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Hinter der Kita „Pünktchen“ in Kalbe wird aktuell gebaut, an der Westpromenade soll eine Wohnbaufläche ausgewiesen werden – und auch sonst häufen sich die Anfragen zum Bau von Häusern in Kalbe. Doch noch fehlt ein entsprechendes Neubaugebiet.

Kalbe - „Wir erleben eine Bewegung im gesamten Stadtgebiet, dass viele zurückkehren oder herziehen“, erklärt auf Nachfrage der AZ Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth, die dann gerne ein neues Haus bauen möchten. Im Kalbenser Stadtgebiet ist aktuell nur eine Lückenbebauung möglich. Schon seit mehreren Jahren arbeitet die Stadt aber daran, auf dem Areal zwischen Eugenie-Schildt-Straße, Siedlungsweg und In der Salzwiese ein Neubaugebiet zu schaffen.

Mit den Bauherren und den Planern stehe die Stadt in regelmäßigem Kontakt, aber das Projekt ist ein langer Prozess: Zunächst wurden die Pachtverträge für die dortigen Gärten gekündigt. Die Stadt hat in enger Zusammenarbeit mit dem Altmarkkreis Salzwedel „alles beleuchten lassen, so, dass wir schon wissen, welche Bedenken auf die Stadt zukommen könnten“, erklärt der Bürgermeister. Alle Behörden haben bereits Stellungnahmen zu den Plänen abgegeben, so ist ein ganzer Katalog mit Auflagen und Voraussetzungen entstanden, der abgearbeitet werden muss, damit hier irgendwann ohne große Hürden gebaut werden darf. Es müssen beispielsweise wasser- und umweltrechtliche Bedenken, wie die Frage nach eventuell vorhandenen Altlastverdachtsflächen oder auch Ausweichquartiere für Tiere, geklärt werden.

Zu dem Bebauungsgebiet gibt es inzwischen verschiedene Modelle, welches realisiert wird, „hängt davon ab, was bebaut werden darf“, erklärt Karsten Ruth.

Generell sollen verschiedene Grundstücksgrößen angeboten werden, die „grob zwischen 800 und 1100 Quadratmeter betragen“. Es könnten so 20 bis 30 Parzellen auf dem Areal entstehen. Allerdings nur, wenn tatsächlich die Voraussetzungen erfüllt werden können, „aber darauf arbeiten wir hin“, sagt Karsten Ruth.

Eine Voraussetzung für das Bebauungsgebiet ist die Herstellung einer Regenentwässerung. Hier möchte die Stadt den Synergieeffekt nutzen und dies gleichzeitig mit der Sanierung der Regenentwässerung an der Eugenie-Schildt-Straße umsetzen, die für 2021/22 geplant wird.

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