Entwicklungsstudie im Förderverein vorgestellt

Wichtig für Kalbes Freibad: Schwimmerbecken erhalten

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Fördervereins-Vorsitzender Mirko Wolff (links) stellte im Beisein von Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth die Entwicklungsstudie für das Kalbenser Freibad vor.

Kalbe – 1,4 Millionen Euro. So viel Geld müsste in den nächsten Jahren investiert werden, um das Freibad in Kalbe zu modernisieren.

Und: Zugleich soll „das Antlitz des Bades möglichst wenig verändert werden“, wie Mirko Wolff, der Vorsitzende des Kalbenser Freibad-Fördervereins, während einer Versammlung am Freitagabend im Eiscafé Piccolo erläuterte.

Wolff stellte die unter anderem mit Fördergeld aus dem Leader-Projekt erstellte Entwicklungsstudie eines Ingenieurbüros vor.

Demnach müsste es einige Veränderungen im Freibad geben. So soll es barrierearm gestaltet werden, was bisher nicht der Fall ist. Zwischen Liegewiese und dem Schwimmerbecken sollen Durchschreitebecken eingebaut werden, wie es auch in anderen Freibädern der Fall ist. Dort kann man sich vor dem Sprung ins Nass noch abduschen. Nötig wären zudem eine Wandinstandsetzung sowie eine Folienbekleidung.

Eine erste vorsichtige Kostenschätzung geht von den bereits erwähnten 1,4 Millionen Euro aus, die in den nächsten Jahren ins Bad gesteckt werden müssten. Das kann die Kommune nicht alleine stemmen. Um aber an Fördergeld zu kommen, ist eine solche Entwicklungsstudie dringend nötig. Denn nur auf diese Weise, so erläuterte Mirko Wolff, könne man den Fördergeldgebern etwas Konkretes vorlegen, was bisher nicht der Fall gewesen sei.

„Alles, was geht, bleibt erhalten. Und der Rest wird ausgebaut und saniert.“ Nach diesem Motto wolle man nun vorgehen, schlug Mirko Wolff vor. Ein Umbau könne nur bei laufendem Betrieb stattfinden. Eine Schließung des Freibades für ein oder gar mehrere Jahre hält er für nicht machbar – das sehen die übrigen Fördervereins-Mitglieder genauso.

Mirko Wolff holte sich daraufhin das Okay der Mitglieder ein, die 1,4-Millionen-Euro-Variante anzunehmen. Eine zweite Möglichkeit wäre, das Schwimmerbecken drastisch zu verkleinern und stattdessen nur etwa 1,2 Millionen Euro auszugeben. Doch das lehnen die Vereinsmitglieder ab. „Unser 50-Meter-Becken ist fast schon ein Alleinstellungsmerkmal für Kalbe“, betonte Mirko Wolff.

Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth betonte, dass das Freibad die einzige Badeanstalt auf dem Gebiet der Einheitsgemeinde sei und auch deshalb so wichtig sei, weil es der einzige Ort ist, an dem Kinder aus dem Raum Kalbe das Schwimmen erlernen können.

VON STEFAN SCHMIDT

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