„Werden in diesem Jahr nicht fertig“

Vor dem Gutshaus gaben Axel und Ines Fingerhut Susann Meier (v.r.) für den Sender MDR 1 Radio Sachsen-Anhalt ein Interview, das nächste Woche ausgestrahlt werden soll.

Kalbe - Von Conny Kaiser. „Wir wissen, dass wir in diesem Jahr nicht mehr fertig werden.“ Geplant gewesen sei das anders, sagt Axel Fingerhut und blickt aufs Kalbenser Guts-haus von Alvensleben, das er und Ehefrau Ines in eine Seniorenresidenz verwandeln wollen. Gestern gaben beide dem MDR dazu ein Radiointerview.

„Für Mitte September ist uns die Baugenehmigung versprochen“, so Axel Fingerhut. Doch Freude sieht anders aus. Denn eigentlich wollten er und Ehefrau Ines schon ein Stück weiter sein mit dem Gutshaus von Alvensleben in Kalbe.

Die beiden haben das Anwesen, das seit Jahrzehnten leer steht und verfällt, von der Stadt erworben und wollen es in eine Seniorenresidenz verwandeln (wir berichteten). Gestern gaben sie dem Sender MDR 1 Radio Sachsen-Anhalt ein Interview dazu. Ausgestrahlt werden soll es kommende Woche. Der genaue Termin steht noch nicht fest.

Fingerhuts schildern darin auch die Erfahrungen, die sie bislang mit ähnlichen Bauprojekten gemacht haben – und die anders aussehen als im Fall Kalbe. Denn hier, so Axel Fingerhut, seien Baugenehmigung und denkmalschutzrechtliche Genehmigung nicht voneinander zu trennen. Anders als zum Beispiel im Land Brandenburg, wo die Fingerhuts das Rittergut Milow saniert haben.

Im März hatten sie in Kalbe mit der so genannten Bausicherung begonnen – und wollten eigentlich schon ein Stück weiter sein. „Aber nun ist klar, dass wir mit der Baustelle in den Winter kommen.“ Und das, so Axel Fingerhut, verursache Mehrkosten. Schwer nachvollziehbar sei es beispielsweise für ihn, dass die Untere Denkmalschutzbehörde in Salzwedel keine Entscheidungen ohne die Obere Denkmalschutzbehörde in Halle treffen könne. Das verzögere das Vorhaben deutlich.

Dennoch halten die Fingerhuts weiter daran fest, das alte Gutshaus in eine Seniorenresidenz mit elf Wohneinheiten zu verwandeln. Dass es dabei viele Auflagen des Denkmalschutzes geben wird, „das haben wir gewusst“, sagen sie. Nur die Verzögerung störe.

Während des Gottesdienstes zur Rückführung des Alvensleben´schen Ringes am Sonnabend hatten Fingerhuts auch Kontakt zur Adelsfamilie geknüpft – und sich von einem Nachfahren erklären lassen, wo welches Zimmer im Haus existierte. Künftig sollen einmal gerahmte Reproduktionen in den Fluren daran erinnern.

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