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Wer wird neuer Superintendent im Kirchenkreis Salzwedel?

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Von: Ina Tschakyrow

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Pfarrerin
Annette von Biela ist Pfarrerin der Gemeinde St. Marien in Salzwedel. © Lydia Zahn (Archiv)

Für das Amt des Superintendenten des Kirchenkreises Salzwedel gibt es zwei Kandidaten. Pfarrerin Annette von Biela aus Salzwedel sowie Pfarrer Steffen Doms aus Lauchhammer stellten sich in Gottesdiensten in Kalbe vor.

Kalbe – Zwei Kandidaten gibt es für die Superintendentur des Kirchenkreises Salzwedel. Pfarrerin Annette von Biela und Pfarrer Steffen Doms stellten sich in zwei Gottesdiensten in der Kirche St. Nicolai in Kalbe vor.

Annette von Biela hat sich beworben

Annette von Biela ist seit 22 Jahren Pfarrerin und derzeit Pfarrerin der Gemeinde St. Marien in Salzwedel. Sie ist seit 2014 in Salzwedel und teilt sich die Stelle mit ihrem Mann Friedrich. Annette von Bielas Stelle teilt sich auf in 25 Prozent Gemeindearbeit und 75 Prozent Religionsunterricht in Schulen. Zuvor war das Pfarrerehepaar in Oschersleben. Dort hatte ihr Mann die Gemeindepfarrstelle und sie war Schulbeauftragte im Bereich Magdeburg und damit für die fünf Kirchenkreise rund um die Landeshauptstadt sowie später auch für den Kirchenkreis Salzwedel und den Kirchenkreis Stendal zuständig. Annette von Biela ist derzeit die Stellvertreterin des amtierenden Superintendenten des Kirchenkreises Salzwedel, Gerd Hinke aus Letzlingen. Deswegen kennt sie schon einige Aufgaben, für die sie als Superintendentin zuständig wäre. Dieses Amt würde ihr „Freude machen, davon bin ich überzeugt“. Sie könne gut mit Menschen umgehen, erzählt Annette von Biela, und möchte den Kirchenkreis Salzwedel als Superintendentin mitgestalten.

Zweiter Bewerber ist Steffen Doms

Mann vor Kirche
Steffen Doms besetzt derzeit die Pfarrstelle in Lauchhammer. © Ina Tschakyrow

Steffen Doms wohnt in der Lausitz und ist derzeit Pfarrer in Lauchhammer. In seinem Kirchenkreis ist er stellvertretender Superintendent, wofür entsprechende Fortbildungen absolviert werden mussten. Steffen Doms möchte „die Kirche mit den Leuten vor Ort voranbringen“, sagt er. Ideen und Impulse geben, ergänzt Steffen Doms, der seit 21 Jahren Pfarrer ist. Zuerst besetzte er in Thüringen in ländlichen Gegenden bei Weimar 13 Jahre die Pfarrstelle. „Ich war dort Dorfpfarrer“, erzählt Steffen Doms. Vor neun Jahren ist er mit seiner Frau, die auch Pfarrerin ist, in die Lausitz gezogen, um dort eine doppelte Pfarrstelle zu besetzen.

Wie Präsens Hans-Joachim Schulz erzählt, war es schwierig, Kandidaten für das Amt des Superintendenten zu finden. „Mehrere solcher Stellen sind in der Landeskirche vakant“, ergänzt er und erläutert das weitere Vorgehen um die Wahl des Superintendenten: Am 12. November findet eine Synode statt, wobei sich beide Kandidaten dessen Mitgliedern vorstellen. Die Synode besteht aus Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen, erklärt Präses Hans-Joachim Schulz. Die Hauptamtlichen sind Pfarrer, Kirchenmusiker und Gemeindepädagogen. Ehrenamtliche sind gewählte Gemeindemitglieder. Diese sind immer in der Mehrheit, es muss mindestens einen Ehrenamtlichen mehr als Hauptamtlichen geben, erklärt Hans-Joachim Schulz. Die Synode kann nach einem Kurzreferat, welches beide Kandidaten halten müssen, Fragen stellen. Anschließend berät sich die Synode intern über beide Kandidaten. Danach findet die geheime Wahl statt. Dazu wird eine Zwei-Drittel-Mehrheit benötigt. Wenn kein Kandidat diese hat, wird ein zweiter Wahldurchgang durchgeführt, bei der dann die einfache Mehrheit reicht.

Derzeit ist der amtierende Superintendent Gerd Hinke. Er wurde als Stellvertreter des Superintendenten Matthias Heinrich gewählt und Annette von Biela als zweite Stellvertreterin. Nachdem Matthias Heinrich am 21. Mai nach 13 Jahren in den Ruhestand ging, wurde Gerd Hinke amtierender Superintendent und Annette von Biela seine Stellvertreterin.

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