Weniger Hochzeiten in der Einheitsgemeinde / Schloss Goßler als Trauungsort immer beliebter

Rosen für eine blühende Ehe

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Immer mehr Paare in der Einheitsgemeinde geben sich im Schloss Goßler das Ja-Wort.

Kalbe. 21 Ehen und eine Lebenspartnerschaft wurden im vergangenen Jahr in der Einheitsgemeinde Kalbe geschlossen. 13 weniger als im Vorjahr 2012, weiß Kalbes Standesbeamtin Hannelore Beneke zu berichten.

Einen negativen Trend sieht Beneke allerdings nicht im Rückgang der Eheschließungen. Die Zahl variiere von Jahr zu Jahr. „Mal sind es mehr, mal weniger“, sagte Beneke, die bereits seit gut 30 Jahren Paare in den Hafen der Ehe lotst, der Altmark-Zeitung. Zum Teil treten jetzt die Kinder vor die Standesbeamtin, deren Eltern sich bereits das Eheversprechen vor Hannelore Beneke gegeben haben.

Ein leichter Trend zeichne sich nach Ansicht der Standesbeamtin dann allerdings doch ab. Immer mehr Heiratswillige nutzen die Gelegenheit, sich im Schloss Goßler, einer Villa aus dem 19. Jahrhundert, das Ja-Wort zu geben. „14 der Eheschließungen im vergangenen Jahr wurden dort getätigt.“ Das Schloss nehme seit der ersten Trauung dort im Juni 2007 an Beliebtheit zu, wohl auch, weil dort ein anderes Ambiente als im Trauzimmer der Stadtverwaltung herrsche und sich im Park vor dem Schloss verschiedenste Möglichkeiten für Hochzeitsfotos ergeben, meint Beneke. „Zudem finden dort auch größere Hochzeitsgesellschaften Platz.“ Bis zu 50 Gäste können dort der Trauung beiwohnen. Im Trauzimmer sei das Platzangebot auf maximal 30 begrenzt. Und ganz wie im Film oder im Fernsehen werden immer mehr Bräute durch ihre Väter zur Trauung geführt, ergänzte Beneke. Zudem bietet die Stadt Ehepaaren seit geraumer Zeit die Möglichkeit an, auf einem eigens dafür hergerichteten Beet nahe dem Goßlerschen Schloss nach der Zeremonie eine Rose zu pflanzen. Vier Brautpaare haben davon seitdem Gebrauch gemacht. Aber es gebe auch Anfragen von Eheleuten, die sich in der Mildestadt haben trauen lassen und nun sozusagen nachträglich ebenfalls einen Rosenstrauch pflanzen möchten. „Richtig konkret ist es aber noch nicht geworden.“

Und damit man auch weiß, welches Paar den jeweiligen Strauch in die Erde gebracht hat, können sich die Brautleute wahlweise auf einem Messing- oder Kunststoffschild samt Sockel vor ihrer Rose verewigen lassen. Rote oder weiße Rosensträucher als florales Ehesymbol stünden hier zur Wahl.

Von Oliver Heymann

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