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Weihnachtsfeier im AWO-Nachbarschaftstreff in Kalbe mit Märchenaufführung

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Von: Lea Weisbach

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Frau füttert Hühner
Die jüngste Tochter versorgte auch die Tiere des alten Mannes. © Lea Weisbach

Die B-Besetzung des Theaters der Altmark war zu Gast bei der Weihnachtsfeier des AWO-Nachbarschaftstreffs in Kalbe, schmunzelte Giesela Brand. Mitglieder des AWO-Treffs zeigten ihr schauspielerisches Talent.

Kalbe - „Und auch die B-Besetzung des Theaters der Altmark ist bei unserer Weihnachtsfeier dabei“, kündigte Giesela Brand die Veranstaltung des AWO-Nachbarschaftstreffs in Kalbe am Dienstag mit einem Augenzwinkern an. Unter der Leitung und Regie von Bärbel Lurtz zeigten zehn Laienschauspieler aus den Reihen des AWO-Treffs ihr Können auf der improvisierten Bühne.

Sie spielten ein Märchen – welches, wurde im Vorfeld nicht verraten. Doch nach dem ersten „Schön Hühnchen, schön Hähnchen und du schöne bunte Kuh, was sagst du dazu?“ war dem Großteil der Anwesenden der Märchentitel schnell bekannt. „Das Waldhaus“ von den Gebrüdern Grimm hatten sie sich im Vorfeld ausgesucht und einstudiert. „Wir haben nur drei Mal geprobt“, erklärte die Kalbenserin Bärbel Lurtz, „wir machen jetzt das, was möglich ist und geben unser Bestes“.

Drei Schwestern – gespielt von Gundi Schönwald, Heidi Schwochow und Heike Roscher – verirrten sich nacheinander im Wald, nachdem sie von ihrem Vater (Frances Brand) und ihrer Mutter (Suleika Geisendorf) in den Wald geschickt wurden, um dem Vater, ein Holzfäller, das Mittagessen zu bringen. Alle fanden Unterschlupf bei einem alten Mann (Michael Lurtz) und seinen drei Tieren – einem Hähnchen (Doris Aspeleiter), einem Hühnchen (Siegrun Windmüller) und einer bunten Kuh (Siegrid Bartel). Die ersten beiden Schwestern versorgten nur sich selbst und den Mann, bedachten die Tiere jedoch nicht. „Du hast mit ihm gegessen, du hast mit ihm getrunken, du hast an uns gar nicht gedacht. Nun sieh auch, wo du bleibst die Nacht“, riefen die Tiere empört und die Schwestern wurden nacheinander weggesperrt.

Doch die dritte und jüngste Schwester (Heike Roscher) versorgte zunächst die Tiere und danach den Mann und sich selbst. Sie beging nicht denselben Fehler wie ihre Schwestern. Die Tiere bedankten sich: „Du hast mit uns gegessen, du hast mit uns getrunken, du hast uns alle wohl bedacht. Wir wünschen dir eine gute Nacht.“

Am nächsten Morgen wachte sie in einem Palast auf – neben ihr ein junger Prinz (Angelika Jeske). Und auch ein Diener, ein Hausmädchen und ein Koch waren zugegen. Es stellte sich heraus, dass der Prinz und seine Gefolgschaft verwunschen waren. Die Herzensgüte des Mädchens erlöste sie. Das Publikum war begeistert und applaudierte. Michael Krüger unterstütze das Ensemble mit musikalischen Untermalungen an der Gitarre und Geräuschen, die er mit unterschiedlichen Instrumenten, wie einem Xylophon und einem Tamburin, spielte.

Vor der Aufführung gab es Kaffee, Punsch, Glühwein und allerlei Gebäck wie Plätzchen und Lebkuchen. Außerdem sangen alle gemeinsam Weihnachtslieder. Auch Andrea Schmieder, Geschäftsführerin des AWO Sozialdienst Altmark, war zur Weihnachtsfeier eingeladen und erfreute sich an dem gemütlichen Beisammensein.

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