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Weihnacht nicht mehr an der Burg in Kalbe

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Von: Hanna Koerdt

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Ein Kuchenstand auf der Burgweihnacht in Kalbe
Die Burgweihnacht in Kalbe soll an den Karpfenteich verlegt werden. © Archiv/Hanna Koerdt

Die Burgweihnacht in Kalbe soll in diesem Jahr endlich wieder stattfinden. Allerdings nicht mehr als Burg-Weihnacht, da der organisierende Altmärkische Tourismusverein den Standort verlegen möchte.

Kalbe – Weihnacht am Gutshof? Oder Teich-Weihnacht? Die Mitglieder des Altmärkischen Tourismusvereins haben noch etwas Zeit, sich einen neuen Namen für den geplanten Weihnachtsmarkt in der Mildestadt zu überlegen. Notwendig ist dies, weil der Standort vom Burgareal verlegt wird.

Nach zwei Jahren Pause traf sich der Verein am Mittwochabend erstmals wieder zu einer Jahreshauptversammlung. Die Vorsitzende Melissa Schmidt hielt einen kurzen Bericht über die Aktivitäten der vergangenen beiden Corona-Jahre, die entsprechend mau ausfielen. Untätig war der Verein aber nicht, denn wie gewohnt konnten insgesamt sieben Bänke im Kalbenser Stadtgebiet – gefördert durch die Raiffeisenbank Kalbe-Bismark – aufgestellt werden sowie unter anderem eine Lichterkette für die Zeder am Kulturhaus gekauft, die Wassertretstelle saniert und zumindest Radtouren unternommen werden. Diese sowie eine Busfahrt zur Landesgartenschau nach Beelitz plant der Tourismusverein auch in diesem Jahr, sogar schon in diesem Mai und Juni. Und auch die Burgweihnacht soll endlich wieder stattfinden, denn die beliebte Veranstaltung fand zuletzt 2019 statt. Doch schon seit längerer Zeit köchelt beim Verein die Idee, die Burgweihnacht an einen anderen Standort zu verlegen, was am Mittwochabend dann auch diskutiert wurde.

Statt an der Burg soll ein Weihnachtsmarkt rund um den Karpfenteich und das Gelände am Gasthaus Kutscherhaus sowie am alten Gutshaus stattfinden. Möglichst zwischen den Bäumen dort sollen Stände aufgebaut werden. Auch wenn die Burg eine beschauliche Kulisse biete, könne man das Gelände rund um den Karpfenteich auch schön dekorieren, vor allem mit Lichterketten in den Bäumen, argumentierte Vorstandsmitglied Sigrid Gassel. Der neue Standort sei auch besser für ältere Menschen und Familien mit Kinderwagen und Co. zu erlaufen, waren sich die Mitglieder einig. Melissa Schmidt erklärte, dass auch das Gasthaus Kutscherhaus mit eingebunden werden könne, die Gastwirte hatten ihr Interesse daran schon zugesagt.

Der Standortwechsel soll aber nicht die einzige Änderung sein. Man müsse darüber hinaus schauen, welche Angebote „noch zeitgemäß“ seien, so Melissa Schmidt. Beispielsweise das Programm mit den nacheinander folgenden Auftritten von Kita- und Schulkindern, welche für Eltern auch einen gewissen „zeitlichen Zwang“ bedeuten, erklärte Schmidt. Eventuell könne der Markt stattdessen professionell und freier musikalisch begleitet werden. Auch ein Feuerwerk „brauchen wir nicht mehr“, so Schmidt. Wie der Weihnachtsmarkt tatsächlich gestaltet wird, das wird der Altmärkische Tourismusverein aber erst im September konkret ins Auge fassen.

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