Arbeiten an Wasserfall, Gewässer und Umfeld haben begonnen

Wasserfall in Kalbe läuft bald wieder

Eine Frau mit Harke vor einem Wasserfall
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Heike Büttner führt Pflegemaßnahmen am Wasserfall durch.
  • Ina Tschakyrow
    VonIna Tschakyrow
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Die Arbeiten am Wasserfall an der Gartenstraße in Kalbe haben kürzlich begonnen. Es wird ein neuer Wasserkreislauf hergestellt, damit der Wasserfall wieder plätschern kann. Es wird zudem das Umfeld neu gestaltet.

Kalbe – Vor etwa zwei Wochen haben die Arbeiten zur Reaktivierung des Wasserfalls an der Gartenstraße in Kalbe begonnen. Derzeit werden von einer ortsansässigen Firma die Ab- und Zuläufe zum Karpfenteich gelegt, über die das Wasser zum Wasserfall gelangt. Grünbereich-Mitarbeiterin Heike Büttner erklärt, dass im Karpfenteich eine Pumpe installiert wird, die das Wasser über die im Boden verlegten Rohre an die oberste Stelle des Wasserfalls bringt, sodass der Wasserfall wieder läuft und über einen Überlauf und ein natürliches Gefälle das Wasser auch wieder zurückfließt. Dieser Wasserkreislauf wird über eine Zeitschaltuhr reguliert. Der Wasserfall wird also nicht rund um die Uhr plätschern, sondern nur tagsüber, wenn Spaziergänger dort vorbeigehen oder dort auf den Bänken verweilen.

So soll eine weitere Sitzgelegenheit hinter der Eiche aufgestellt werden. Die anderen Bänke werden komplett erneuert, auch die Papierkörbe. Es werden Informationstafeln zur Aufklärung von Leben in Wald und Flur sowie im Wasser angeschafft. Derzeit sind Heike Büttner und ihr Kollege mit Grünarbeiten beschäftigt. Schilf, Gras und andere Pflanzen sowie Unkraut haben sie aus dem Gewässer entfernt, kurz gemäht und herausgeharkt. „Wir haben etwa die Hälfte des Schilfs entfernt“, schätzt Heike Büttner. „Und hier leben sogar noch Frösche“, konnte sie bei den Arbeiten sehen. Und bald auch wieder Goldfische. Heike Büttner erzählt, dass ein Arbeitskollege Goldfische hat, die in dem Gewässer eingesetzt werden sollen, so wie dort auch vor einigen Jahren noch Goldfische schwammen. Ein paar Wochen werden die Arbeiten noch andauern, vermutlich bis Ende September, schätzt Heike Büttner. Für die Sanierung des Wasserfalls sind derzeit auch die Springbrunnen im Karpfenteich abgestellt, ebenso musste Wasser für die Erdarbeiten für die Ab- und Zuläufe aus dem Karpfenteich abgepumpt werden.

Bis Oktober müssen die Arbeiten abgeschlossen sein, da es für die Umgestaltung des Umfelds und die Reaktivierung des Wasserfalls Fördermittel gibt (AZ berichtete). Die Kosten für die gesamte Maßnahme belaufen sich auf etwa 27.000 Euro, darin ist auch die Umgestaltung des Umfelds enthalten. Fördermittel, die von Mitteln der Dorferneuerung und -entwicklung außerhalb des Leader-Förderprogramms beantragt wurden, wurden vom regionalen Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) bewilligt. Die Stadt zahlt einen Eigenanteil von 2700 Euro.

Der Wasserfall an der Gartenstraße, der in den 1990er Jahren angelegt wurde, lief jahrelang nicht. Wie Heike Büttner erzählt, hatte sie viele Jahre immer wieder Wasser aus dem Karpfenteich in das Gewässer beim Wasserfall gepumpt, aber es „verdunstete und versickerte immer wieder“, sagt sie, sodass der Wasserstand des Gewässers auch immer wieder niedrig war. Auch die Pumpenanlage und die Teichfolie waren defekt, wahrscheinlich wegen der Wurzeln vom Schilf, vermutlich aber auch deswegen, weil Kinder und Jugendliche immer wieder Steine in den Teich geworfen haben.

Heike Büttner hofft, dass es nach der Sanierung keinen Vandalismus gibt, der den Wasserfall, das Gewässer oder das neugestaltete Umfeld beschädigt.

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