Rattenbekämpfung an Gewässern in Kalbe beginnt am Donnerstag

Zu viele Ratten in der Stadt Kalbe

An der kleinen Milde und an weiteren Orten in Kalbe werden Köderboxen aufgestellt. Die Population der Ratten ist seit dem Sommer angestiegen.
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An der kleinen Milde und an weiteren Orten in Kalbe werden Köderboxen aufgestellt. Die Population der Ratten ist seit dem Sommer angestiegen.

Kalbe – Es gebe mittlerweile so viele Ratten in der Mildestadt, dass die kleinen Nager einem beispielsweise an der West- und Ostpromenade am Tag über den Weg laufen, erzählt Renate Ahlfeld vom Ordnungsamt in Kalbe.

Die Population habe sich seit dem Sommer so erhöht, dass die Ratten am helllichten Tag zu sehen sind. Die vielen Ratten sind problematisch, weil sie Krankheitserreger übertragen und zahlreiche Gänge bauen. Um die Population der Ratten in der Mildestadt zu verringern, findet ab dem Donnerstag, 29. Oktober, bis Freitag, 13. November, eine Rattenbekämpfung statt, teilt Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth mit. Die Bekämpfung der Nager erfolgt an der Milde sowie an der kleinen Milde rund um die Altstadt, am Burggraben und am Siechengang im öffentlichen Bereich. Die Ratten werden mit Fraßködern in Köderboxen, die im Erdreich verankert werden, bekämpft. Es werden 50 solcher Boxen aufgestellt, informiert Renate Ahlfeld auf Nachfrage der Altmark-Zeitung. Die Ratten fressen den Köder aus der Box, verlassen diese anschließend wieder und verenden. Falls Bürger verendete Ratten auf öffentlichen Grundstücken sehen, werden sie gebeten, das Ordnungsamt unter der Telefonnummer (03 90 80) 97 10 zu informieren.

Die Boxen sind so klein, dass dort nur Ratten und kleinere Nager reinpassen, keine größeren Tiere wie Katzen oder Hunde. Dennoch sollen während der Aktion zur Rattenbekämpfung Hunde an der Leine geführt werden und Katzen unter Aufsicht gehalten werden. Kinder sollten entsprechend unterricht werden, so Karsten Ruth.

In der nächsten Woche werden die Köderboxen kontrolliert. Es wird nachgesehen, in welchen Boxen noch Köder sind und wie viele Köder gefressen worden sind. Entsprechend werden wieder Köder nachgelegt. Es werden so oft in den Boxen die Köder nachgelegt, bis diese in den Boxen liegen bleiben, also nicht mehr von Ratten gefressen werden, erklärt Renate Ahlfeld. Sie informiert weiter, dass in den Regenwasser- und Abwasserschächten Ratten regelmäßig gemeinsam mit dem Wasserverband bekämpft werden. Warum es plötzlich so viele Ratten in der Mildestadt gibt, könne sie nicht erklären, so Renate Ahlfeld. In den vergangenen Jahren waren solche größeren Aktionen zur Rattenbekämpfung nicht notwendig.

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