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Verzögerung bei Gestaltung des Denkmalsplatzes in Kalbe

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Von: Ina Tschakyrow

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Eine Tafel, die am Denkmalsplatz in Kalbe steht.
Der Denkmalsplatz in Kalbe soll demnächst neun neue Winterlinden erhalten. © Stefan Schmidt

Ein Konzept für die Neubepflanzung des Denkmalsplatzes in Kalbe wurde erarbeitet. Die denkmalschutzrechtliche Genehmigung solle zeitnah erfolgen, berichtete Christine Luettge.

Kalbe – Die denkmalschutzrechtliche Genehmigung für das Bepflanzen der Bäume auf dem Denkmalsplatz in Kalbe könnte demnächst erfolgen, sagte Christine Luettge während der Versammlung des Kultur- und Heimatvereins am Dienstagabend. Mit einer Genehmigung kann der Bepflanzungsplan und damit das Vorhaben umgesetzt werden.

Es kam zu Verzögerungen mit dem Bepflanzen wegen der Leitungen unter dem Denkmalsplatz. Wie nah die alten Bäume und ihre Wurzeln an den Leitungen sind, ist irrelevant, weil diese Bestandschutz haben. Dieser entfällt bei neu eingepflanzten Bäumen, weswegen aktuell geltende rechtliche Vorgaben eingehalten werden müssen.

Im vergangenen November gab es bei einem Vor-Ort-Termin eine Begehung mit den Mitarbeitern von Firmen als Rechtsträger der unter der Erde liegenden Wasserleitungen und Kabeln, so Christine Luettge. In Abstimmung mit ihnen wurde ein Antrag an die Untere Denkmalschutzbehörde gestellt.

Für eine mögliche Genehmigung wurde ein Konzept für die Gestaltung des Denkmalsplatzes mit den Neuanpflanzungen erarbeitet. Das Konzept erhielten alle Beteiligten, es gab daran keine Kritik.

Das Konzept sieht vor, dass Winterlinden gepflanzt werden. Die neuen Bäume werden in die Stellen gepflanzt, an denen sich die alten Bäume befanden, erklärte die Kalbenserin weiter. Grund dafür seien die Leitungen, so Christine Luettge. Es werden neun Bäume gepflanzt, auf jeder Seite des dreieckigen Denkmalsplatzes drei. Wenn die Genehmigung in den nächsten Tagen erteilt wird, könne, so Christine Luettge, voraussichtlich trotzdem erst im Herbst begonnen werden, da in diesen Monaten gepflanzt werden sollte.

Im vergangenen Jahr wurden Bäume auf dem Denkmalsplatz zur Verkehrssicherung und Gefahrenabwehr gefällt. Ein Spendenaufruf wurde gestartet, um Paten für neue Bäume und deren Pflege zu finden. „Das hat erstaunlich gut funktioniert“, freute sich Henning Krüger.

Schnell wurde für jeden Baum ein Pate gefunden. Dabei wurde auch für die Denkmale auf dem Platz gespendet, informierte Henning Krüger. Dieses Geld muss deswegen auch für die zwei Denkmale – das Kriegerdenkmal und ein Postmeilenstein – verwendet werden. Es sollen aber erst einmal die Bäume gepflanzt werden und dann die Denkmale, da auch hier die Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde erfolgen muss.

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